Premieren




Premiere CaRabA - Leben ohne Schule in Anwesenheit von Regisseur Joshua Conens am So 16.6. um 20:20 Uhr

Der fiktionale Film CaRabA zeigt eine Welt ohne Schulen. Fünf junge Menschen suchen darin ihren ganz eigenen Weg. Phantasievoll erforscht der Coming-of-Age Film, wie das Leben selbst zum fortwährenden Bildungserlebnis wird. Der erste Spielfilm zur Zukunft der Bildung regt an, gemeinsam Visionen zu entwickeln. Die Ausgangsfrage ist: Wann und wo geschieht Bildung eigentlich? In dem Episodenfilm CaRabA forscht SASKIA (24) an einem Schlafmittel und ringt um dessen Anerkennung; der entwaffnend-naive NURI (8) begleitet seinen Vater beim Taxifahren und interviewt die Fahrgäste; der verträumte LOVIS (14) spielt Tischtennis im Park, arbeitet an der Zeit und verliebt sich; MAX (15) malt Waschmaschinen beim Schleudern und entdeckt Gott in Dürer (oder umgekehrt); während bei der erst ziellosen JANNE (15) das Schicksal zum temporären Auszug von zuhause und zur Feldforschung über Familie führt. CaRabA erzählt von Vertrauen – in sich selbst und in die Menschen um einen herum.

Premiere CaRabA - Leben ohne Schule in Anwesenheit von Regisseur Joshua Conens und dem Philosophen Bertrand Stern am So 16.6. um 20:20 Uhr


Sondervorstellung IM SPIEGEL DEINES ANGESICHTS - MOVING INTO THE INFINITE in Anwesenheit von Regisseurin Carola Stieber am Do 20.6. um 17:30 Uhr

Eine junge Frau wird vom Leben aus der kindlichen Unschuld heraus geworfen. Sie macht sich auf, begegnet ihrem Schmerz und nähert sich ihrem "zu Hause". Sie folgt ihrer Sehnsucht und entdeckt ihre Berufung: für Gott zu tanzen. Verbindend tanzt sie in verschiedenen Ländern, Traditionen und Religionen, um dort mit den Menschen und dem Zuschauer des Filmes das „kleinste Haus Gottes, das Menschenherz“ zu teilen. Sie lädt ein, mit den Augen des Herzens zu schauen und damit mit dem, was vom Kommen und Gehen allen Seins unberührbar bleibt, in Beziehung zu treten.

Sondervorstellung IM SPIEGEL DEINES ANGESICHTS - MOVING INTO THE INFINITE in Anwesenheit von Regisseurin Carola Stieber und der Musiker Sina Gheisari und Rainer Brembs am Do 20.6. um 17:30 Uhr im atelier am bollwerk


Premiere LORD OF THE TOYS in Anwesenheit der Filmemacher Pablo Ben Yakov und André Krummel am Di 26.6.

Max „Adlersson“ Herzberg aus Dresden, 20 Jahre alt, hat entschieden sein Leben nicht mit Arbeit zu verbringen. Seitdem referiert er über Messer und alle möglichen andere Produkte, öffnet Gangsta-Rap-Fanboxen, erzählt von sich selbst, besäuft sich in aller Öffentlichkeit, pöbelt und grölt herum, erniedrigt Schwächere, reißt derbe Witze und testet jede Grenze aus, die er sieht – Max ist YouTuber und lebt davon.

Die meisten seiner Freunde haben eigene Kanäle auf YouTube und Instagram, einige sogar recht erfolgreich. Max und seine Clique sind zweifelhafte Vorbilder, aber sicherlich Prominente ihrer Generation mit mehr als 300.000 aktiven Fans. 

Ist Max ein gewaltverherrlichender Influencer mit rechten Tendenzen oder ein gewöhnlicher Heranwachsender auf der Suche nach Halt und Identität, in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Privatleben und Öffentlichkeit zunehmend verschwinden? Womöglich ist er beides, wahrscheinlich ohne sich dessen allzu bewusst zu sein.

LORD OF THE TOYS begleitet Max und seine Clique einen Sommer lang und hinterlässt ein dystopisches Bild der ersten Generation junger Erwachsener, die ein Leben ohne Internet, YouTube und Instagram nicht kennen. Der Film portraitiert sie und untersucht die Welt, in der ihre Lebensmodelle gedeihen: den Westen im Allgemeinen und den deutschen Osten im Speziellen.

Premiere LORD OF THE TOYS in Anwesenheit der Filmemacher Pablo Ben Yakov und André Krummel am Di 26.6. um 20:00 Uhr im Delphi Arthaus Kino


Premiere DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN in Anwesenheit von Hauptdarstellerin Marie Rathscheck am Do 27.6. um 20:00 Uhr

Auf der Suche nach einem Schlafplatz streift das melancholische Mädchen durch die Großstadt. Unterwegs begegnet sie jungen Müttern, die ihre Mutterschaft als religiöses Erweckungserlebnis feiern, findet Unterschlupf bei einem abstinenten Existentialisten, für den Sex »auch nur noch ein Markt« ist, und wartet in einer Drag Bar »auf das Ende des Kapitalismus«. Ihr Versuch, ein Buch zu schreiben, scheitert am ersten Satz des zweiten Kapitels, und sie findet keinen Platz zwischen Kunstgalerien, YogaStudios und den Betten fremder Männer. Statt sich zu bemühen hineinzupassen, fängt das Mädchen an, ihre Depression als Politikum zu betrachten

In 15 komischen Begegnungen erforscht Das melancholische Mädchen unsere postmoderne Gesellschaft zwischen Prekarisierung und Self Marketing, serieller Monogamie und Neo-Spiritualität, Ernüchterung und Glückszwang. Susanne Heinrichs Debütfilm verbindet Pop und Theorie, Feminismus und Humor – und ist voll von Zitaten, die man in Neonbuchstaben auf Werbetafeln leuchten sehen will

Premiere DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN in Anwesenheit von Hauptdarstellerin Marie Rathscheck am Do 27.6. um 20:00 Uhr im atelier am bollwerk