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Das Familienfoto

Eine Familie sieht sich vor der Aufgabe, sich zum Wohle der Großmutter zusammenzuraufen, nachdem der Großvater gestorben ist. Leichter gesagt als getan für die drei sehr unterschiedlichen Geschwister Gabrielle (Vanessa Paradis), Elsa (Camille Cottin) und Mao (Pierre Deladonchamps): Gabrielle arbeitet als lebende Statue in Paris, was ihrem Sohn äußerst peinlich ist. Elsa ist unglücklich, weil sie keine Kinder kriegen kann, und stellt deswegen die ganze Welt infrage. Der chronisch depressive Mao programmiert Spiele und ertränkt seine Sorgen in Alkohol und Psychoanalyse. Bei all den Problemen von Gabrielle, Elsa und Mao sind ihre Eltern ihnen auch keine Hilfe: Während ihr Vater kaum da ist, ist ihre Mutter fast schon zu omnipräsent. Doch die Beerdigung des Großvaters steht an und der letzte Wunsch der Großmutter muss erfüllt werden. Also stehen die drei Geschwister vor der schweren Aufgabe, wieder zueinanderzufinden.

ab 16.5. im Delphi Arthaus Kino


Der Boden unter den Füßen

Lola ist Ende 20, Unternehmensberaterin und scheint die Anforderungen, die der Job an sie stellt, nahezu mühelos zu meistern. Sie ist ständig unterwegs zwischen Wien, wo sie in einer teuren und steril eingerichteten Wohnung kaum mehr als die Post holt und die Wäsche wechselt, und den Unternehmen, die sie gerade umstrukturiert. Ein Leben, das aus langen Tagen im Büro, teuren Restaurants und kurzen Nächten in anonymen Hotelzimmern besteht. Ihr Privatleben scheint Lola ähnlich fest im Griff zu haben wie ihr ehrgeiziges Berufsleben. Die Beziehung zu ihrer Teamleiterin Elise hält sie geheim und von der Existenz ihrer älteren Schwester Conny, die an Schizophrenie leidet, weiß niemand etwas. Doch als Lola die Nachricht bekommt, dass Conny einen Suizidversuch nur knapp überlebt hat, drohen all ihre Geheimnisse ans Licht zu kommen. Lola versucht, das Beste für ihre Schwester zu tun, ohne dabei alles zu riskieren, wofür sie so hart gearbeitet hat. Und droht dabei selbst den Boden unter den Füßen zu verlieren.

ab 16.5. im Delphi Arthaus Kino


Greta

Frances (Chloë Grace Moretz) findet eine Handtasche in der New Yorker U-Bahn und zögert nicht, sie der rechtmäßigen Besitzerin nach Hause zu bringen. Die Tasche gehört der eleganten Witwe Greta (Isabelle Huppert), die sich sehr über den Besuch der jungen Frau freut. Schnell freundet sich Frances mit der älteren Dame an, denn das Schicksal scheint zwei einsame Seelen zusammengeführt zu haben. Doch schon bald findet sie heraus, dass Greta ihre Handtaschen nur als Köder auslegt, um die ehrlichen Finder zu sich zu locken …

ab 16.5. im Delphi Arthaus Kino


Once again - Eine Liebe in Mumbai

Anscheinend geht Liebe ja doch durch den Magen. Die in Mumbai spielende Romanze von Kanwal Sethi erzählt jedenfalls von einem einsamen indischen Filmstar, der sich regelmäßig von der Restaurantbetreiberin und Köchin Tara mit Mahlzeiten beliefern lässt und nach einer langen Zeit regelmäßiger und oft langer Telefonate mit ihr irgendwann das Bedürfnis verspürt, sich mit ihr zu treffen. Behutsam und vorsichtig begleitet der Film das Kennenlernen und Sich-näher-kommen der beiden.

ab 16.5. im Delphi Arthaus Kino


Under the Tree

Inga (Edda Björgvinsdóttir) und Baldvin (Sigurður Sigurjónsson) lieben ihren Garten, doch noch viel mehr lieben sie ihren großen, prächtigen Baum! Doch genau seinetwegen gibt es nun mächtig Ärger mit den Nachbarn. Das Gewächs wirft nämlich einen großen Schatten auf die Terrasse der betuchten Nachbarschaft und die Nerven liegen blank! Denn von Sommer, Sonne, Sonnenschein kann nicht mehr die Rede sein. Auf die Bitten der Nachbarn, sich endlich um das große Ungetüm zu kümmern, wird gar nicht erst eingegangen. Währenddessen hat ihr Sohn Atil (Steinþór Hróar Steinþórsson) ganz andere Probleme: Es ist ein Sex-Video aufgetaucht und Atil wird des Ehebruchs beschuldigt. So ist er nun gezwungen, wieder bei seinen Eltern einzuziehen, doch der lieb gewonnene Baum der Eltern sorgt noch immer für Ärger. Bald schon machen Gerüchte die Runde: Hat man den Nachbarn nicht neulich mit einer Kettensäge gesehen? Als kurz darauf auch noch die geliebte Katze verschwindet und Überwachungskameras installiert werden, ist es mit dem Frieden nun endgültig vorbei und es ist allen klar, dass es mit den Nachbarn so nichts wird. Was folgt, ist ein erbitterter Kampf unter den Familien und das Chaos im sonst idyllischen Vorort scheint perfekt...

ab 16.5. im atelier am bollwerk


All my loving

Die Geschwister Julia (Nele Mueller-Stöfen), Stefan (Lars Eidinger) und Tobias (Hans Löw) sind alle drei an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem sie etwas verändern müssen. Die 44-jährige Julia etwa hat vor drei Jahren ihren Sohn verloren und nimmt sich in Italien auf einem gemeinsamen Urlaub mit ihrem Mann eines angefahrenen Hundes an. Der drei Jahre jüngere Stefan hingegen ist Pilot und ein echter Frauenmagnet. Doch langsam hat er keine Lust mehr auf seinen unbeschwerten, hedonistischen Lebensstil, was vor allem auch an seiner Tochter Vicky (Mathilda Berger) liegt, die er gemeinsam mit einer seiner frühen Affären gezeugt hat und die ihn nun besuchen kommt. Der 34-jährige Tobias ist das Nesthäkchen der Familie. Er ist mit einer Karrierefrau verheiratet und hat drei Kinder, doch seine Geschwister wollen ihn zusätzlich dazu zwingen, den kranken Vater zu pflegen…

ab 23.5. im atelier am bollwerk


Edie - Für Träume ist es nie zu spät

Edith Moor, kurz Edie (Sheila Hancock), ist eine verbitterte ruppige Frau in ihren Achtzigern. Ein Leben lang hat sie sich stets nach den Bedürfnissen anderer gerichtet. In den Monaten nach dem Tod ihres Mannes verschlechtert sich zusätzlich auch noch das eh schon angespannte Verhältnis zu ihrer Tochter Nancy (Wendy Morgan). Die Frage wie es denn jetzt mit ihr weitergeht, schwebt über allem. Während Edie versucht, ihre Tochter zu überzeugen, dass sie alleine zurecht kommt, spielt diese schon mit dem Gedanken, ihre Mutter in ein Altersheim zu stecken. Für Edie sieht es wie der Anfang vom Ende aus. Vor allem eine Sache bereut sie sehr, denn als sie frisch verheiratet war, plante ihr Vater eine Reise für sich und sie ins Schottische Hochland, da aber ihr Ehemann eine sehr schwierige und kontrollsüchtige Person war, durfte sie nicht gehen. Nun knapp 30 Jahre später trifft sie die Entscheidung, diese Reise alleine anzutreten.

ab 23.5. im atelier am bollwerk


Sunset over Hollywood

Feinstes Cineastenfutter bietet Uli Gaulkes Dokumentarfilm über eine Seniorenresidenz für Filmschaffende am Rande von Hollywood. Mit finanzieller Unterstützung von Stars wie George Clooney und Jodie Foster verbringen hier alte Menschen ihren Lebensabend, die im Filmbusiness ihr Geld verdienten - vor oder hinter der Kamera. Nun sind sie alt, aber keineswegs untätig. Sie arbeiten an Biographien und Drehbüchern, und vor allem erzählen sie wunderbare Geschichten. Uli Gaulkes ruhiger Film vereint die Goldenen Zeiten Hollywoods mit den schönsten Seiten des Altwerdens zu einer unterhaltsamen Reise zwischen damals und heute.

ab 23.5. im atelier am bollwerk


High Life

In den Tiefen des Weltalls. Jenseits unseres Sonnensystems. Monte (Robert Pattinson) und seine Tochter Willow (Jessie Ross) leben zusammen an Bord eines Raumschiffs. Sie sind die einzigen Überlebenden einer Crew aus verurteilten Schwerverbrechern, die sich mit dieser Mission ohne Rückkehr von ihren Strafen freikauften und an Bord mit Experimenten der wahnsinnigen Reproduktionswissenschaftlerin Dibs (Juliette Binoche) gequält wurden. In völliger Isolation nähern sich Vater und Tochter ihrem letzten und unausweichlichen Ziel – dem Schwarzen Loch, dem Ende von Zeit und Raum.

HIGH LIFE ist Claire Denis‘ erstes englisch-sprachiges Projekt. Für den Science-Fiction-Thriller arbeitete sie mit einem herausragenden Schauspieler-Ensemble zusammen: neben Robert Pattinson und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche in den Hauptrollen u.a. auch mit André Benjamin (OutKast), Mia Goth, Lars Eidinger, Claire Tran und Agata Buzek. Für HIGH LIFE holte sich Claire Denis die Expertise des renommierten Konzeptkünstlers Olafur Eliasson für das visuelle Design des schwarzen Lochs. Den Soundtrack komponierte Stuart A. Staples von den Tindersticks. Für die Kamera zeichnete Yorick Le Saux verantwortlich. Das Szenenbild stammt von Francois Renaud Labarthe und Bertram Strauss.

ab 30.5. im Delphi Arthaus Kino


Blown Away - Music, Miles and Magic

Die beiden Tontechniker Hannes und Ben wollen nach ihrem Studium die Welt sehen und setzen dafür die Segel. Zusammen mit Marianne, einem 40 Jahre alten und 9 Meter langen Segelboot, lernen sie das Segeln, können sogar noch ihre Musikinstrumente und anderes technisches Equipment mitnehmen und stellen sich so mancher Herausforderung. Als „Sailing Conductors“ machen sie sich auf den langen Weg von Sydney nach Berlin. Dabei passieren sie Häfen in 31 Ländern, fahren mit einem alten Schulbus durch die Vereinigten Staaten bis hoch nach Kanada und haben ein festes Ziel: Sie möchten so viele Musiker wie nur möglich treffen und dabei Songs aufnehmen und so die Kontinente und Menschen durch Musik miteinander verbinden. Aus diesem abenteuerlichen Vorhaben wird ein vier Jahre andauernder Road-Trip mit vielen Umwegen, Zwischenstopps, Tausenden von Tonspuren und vielen neuen Freundschaften. Mit ihrer Leidenschaft für die Musik schaffen es Ben und Hannes Menschen zusammenzubringen, die sich unter normalen Umständen vielleicht nie getroffen hätten.

ab 30.5. im Delphi Arthaus Kino


Rocketman

In der Mitte der 1960er-Jahre lebt mit Reginald Dwight (Taron Egerton) ein unscheinbarer, normaler Junge in einem Vorort von London. Etwas dick und viel zu schüchtern, fühlt er sich erst am Klavier so richtig wohl und kommt aus sich heraus. Als er nach London kommt, ist damit auch die Zeit angebrochen, endlich seiner größten Leidenschaft zu frönen: Dem Rock 'n' Roll. Er lernt schließlich den talentierten Songschreiber Bernie Taupin (Jamie Bell) kennen, was in der Londoner Musikszene viel Aufmerksamkeit erregt. Doch mit dem Namen Reginald Dwight wird es der junge Musiker nicht weit bringen. Kurzerhand benennt er sich in Elton John um und seinem kometenhaften Aufstieg steht nichts mehr im Wege, denn erst mal auf der Bühne ist vom schüchternen Reggie nicht mehr viel übrig. Innerhalb kürzester Zeit landet Elton John mit seinen Songs ganz weit oben in den Charts, schreibt einen Nummer-eins-Hit nach dem anderen und seine Kostüme werden mit jedem Auftritt exzentrischer. Doch Elton wird klar, dass er nicht auf ewig ein Rocketman sein kann, denn nach jedem steilen Aufstieg kann auch ein tiefer Fall kommen...

ab 30.5. in englisch OmU im Delphi Arthaus Kino


Roads

Der 18-jährige Gyllen (Fionn Whitehead) aus London hat das Wohnmobil seines Stiefvaters entwendet und ist dem Familienurlaub in Marokko entflohen, als er zufällig auf den gleichaltrigen William (Stéphane Bak) aus dem Kongo trifft, der versucht, die Grenze nach Europa zu überwinden, um dort seinen verschollenen Bruder zu suchen. In diesem Moment größter Verlorenheit beschließen die beiden Verbündete zu werden: Angetrieben von jugendlicher Abenteuerlust bahnt sich das ungleiche Paar seinen Weg durch Marokko, Spanien und Frankreich bis nach Calais. Während die Freundschaft und das Vertrauen der jungen Männer zueinander mit jedem Tag wächst, werden sie mit Entscheidungen konfrontiert, die nicht nur ihr eigenes Leben nachhaltig beeinflussen...

Drei Jahre nach dem sensationellen Erfolg von Victoria schickt der preisgekrönte Regisseur Sebastian Schipper in ROADS zwei Achtzehnjährige auf einen ebenso aufregenden wie bewegenden Trip durch Europa. Besetzt mit dem britischen Shootingstar Fionn Whitehead (Dunkirk) und dem französischen Schauspieler und Stand-Up-Comedian Stéphane Bak (Elle) erzählt ROADS von einer bedingungslosen Freundschaft zweier Jugendlicher – angesiedelt in einer Welt, die sich im radikalen Umbruch befindet. So wirft Sebastian Schipper auch einen Blick auf die tiefen emotionalen und gesellschaftlichen Risse, die unsere westliche Welt prägen.

ab 30.5. im Delphi Arthaus Kino


Peter Lindbergh - Women's Stories

Seit Jahrzehnten zählt der deutsche Fotograf Peter Lindbergh zu den Größen der Modeszene und machte unzählige Models zu Stars. Seit Jahrzehnten ist auch der französische Regisseur Jean-Michel Vecchiet mit Lindbergh befreundet und nutzte die Nähe nun zu einer Dokumentation, vielmehr einer Hommage an den Freund, die als „Peter Lindbergh - Women Stories“ bei der Berlinale Premiere feierte.

ab 30.5. im atelier am bollwerk


Ramen Shop

Der junge Masato beherrscht ein wunderbares Handwerk: er ist Koch in einer traditionellen japanischen Suppenküche. Die Ramen-Nudel-Suppe ist seine Spezialität. Der plötzliche Tod des Vaters versetzt Masato in seine Kindheit zurück. In einem Koffer voller Erinnerungen findet Masato nun Spuren der Liebesgeschichte seiner Eltern. Er beschließt, sich auf den Weg nach Singapur zu machen, ins Heimatland seiner Mutter, die starb als Masato 10 Jahre alt war. Für den jungen Koch beginnt eine kulinarische Reise in die Vergangenheit, denn die Geschichte seiner Familie ist eine Geschichte voller Sinnlichkeit und von großer Liebe. Masato probiert sich durch die kulinarischen Traditionen Singapurs, Japans und Chinas und lernt nicht nur die Kunst des Kochens ganz neu kennen, sondern auch die Kunst des Zusammenseins.
Von Familiengeheimnissen und zaubrischen Rezepten – RAMEN SHOP ist einfühlsames und sinnliches Kino aus Fernost. Der Film von Eric Khoo erzählt von der Suche eines jungen Menschen nach einem Platz in der Welt und nimmt uns mit auf eine köstliche Bildungsreise in die Küchen und Seelen Japans.

ab 6.6. im atelier am bollwerk


Das Leben meiner Tochter

Jana (Maggie Valentina Salomon), die achtjährige Tochter von Micha Faber (Christoph Bach), ist schwer erkrankt und benötigt so schnell wie möglich ein Spenderherz. Nach einem Jahr des Wartens wurde noch immer kein passender Spender gefunden und Janas gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich zusehends. Ihr Vater kann die Situation kaum ertragen, immer stärker schwinden bei ihm die Geduld und das Vertrauen in das Gesundheitssystem. Aus lauter Verzweiflung beschließt Micha, das passende Herz auf illegalem Wege zu besorgen. Trotz der Warnungen der Ärzte und gegen den Willen seiner Frau Natalie (Alwara Höfels) kontaktiert er einen Organhändler. Für Janas neues Herz riskiert er nicht nur seine Ehe und seine Firma, sondern steht mit einem Bein bereits im Gefängnis. Micha gerät zunehmend unter Druck und stellt sich immer mehr die Frage, welche Grenzen man überschreiten darf, um sein eigenes Kind zu retten.

ab 6.6. im atelier am bollwerk


Zwischen den Zeilen

Olivier Assayas macht nicht unbedingt bequeme Filme. Oder solche, die es dem Publikum leicht machen würden. Das gilt auch für „Zwischen den Zeilen“, an dessen Geschichte Assayas schon in den frühen 2000er Jahren feilte, deren Relevanz aber erst jetzt zum Tragen kommt. Weil er sich mit Hilfe seiner Figuren damit auseinandersetzt, dass die Welt immer im Wandel ist. Exemplarisch zeigt sich das am Buchgeschäft, das von der Digitalisierung gänzlich neu erfunden wird. Das beschäftigt die Hauptfiguren, aber mehr und mehr geht es um ihr persönliches Leben, ihre Affären und Liebschaften, ihre Treue und Untreue und die Frage, wie man in Zeiten des Wandels bewahrt, was einem lieb ist. Das packt Assayas in spritzige, sehr pointierte Dialoge, die „Zwischen den Zeilen“ auch sehr humorvoll werden lassen.

ab 6.6. im atelier am bollwerk


Brit-Marie war hier

Die 63-jährige Britt-Marie (Pernilla August) hat gerade eine 40 Jahre bestehende Ehe und ihr fast ebenso langes Leben als Hausfrau hinter sich gelassen. Man sagt ihr nach, dass sie eine leidenschaftlich passiv-aggressive Tante sei. Den einzigen Job, den die Kleinstadt Borg für Britt-Marie bereithält, wird eine große Herausforderung für Britt-Marie, denn bis auf eine Pizzeria, ein Blumengeschäft und eine Fußballmannschaft, hat die Stadt nichts mehr zu bieten. Also steht die ehemalige Hausfrau nun vor dem Unterfangen, das Team zu trainieren. Britt-Maries neue Aufgabe weckt das Interesse bei ihrem Noch-Ehemann Kent (Peter Haber) und ihrem neuen Freund Sven (Anders Mossling). Die drei Jungs Sami (Lancelot Ncube), Vega (Stella Oyoko Bengtsson) und Omar (Elliot Alabi Andersson) fordern hingegen Britt-Marie über ihr typisches Leben als Hausmütterchen ganz schön heraus.

ab 13.6. im atelier am bollwerk


Sunset

Wie ein merkwürdiger Traum entspinnt sich die bildsprachlich interessante, inhaltlich komplizierte Geschichte. Im Mittelpunkt steht die junge Hutmacherin Iris, die 1913 nach Budapest kommt und bald in seltsame Ereignisse verstrickt wird. Nach seinem aufsehenerregenden Holocaust-Thriller "Son of Saul" greift László Nemes in ähnlicher Bildsprache nach einem anderen und doch verwandten Thema: die K.u.K.-Monarchie am Vorabend des 1. Weltkrieges. Die spektakuläre, atmosphärisch intensive Visualisierung dürfte vor allem Filmkunstfans mit cineastischer Vorbildung ansprechen.

ab 13.6. im atelier am bollwerk


Der Klavierspieler vom Gare du Nord

Die Musik ist das große Geheimnis des 20-jährigen Mathieu Malinski (Jules Benchetrit). Es ist ein Thema, über das er nicht wagt, in seinem Vorort zu sprechen. Denn hier hängt das große Musik-Talent lieber einfach nur mit seinen Kumpels ab und vergeudet seine Zeit. Manchmal sitzt er an einem öffentlichen Klavier in Paris und zieht sich dort zurück und spielt nur für sich. Mit Pierre Geitner (Lambert Wilson) ist einer im Publikum, der Mathieus Talent bemerkt und ihn gerne fördern möchte. Das ist leichter gesagt als getan, denn Mathieu hat schon zu oft Enttäuschungen erlebt, um sein Glück endlich annehmen zu können, also weist er Pierre ab. Eines Tages begeht Mathieu mit seiner Gruppe einen Einbruch, was alle direkt hinter Gittern bringt. Der Direktor des nationalen Konservatoriums für Musik in Paris, kein geringerer als Pierre Geitner, hat Sozialstunden in seiner Institution zu vergeben. Kurzerhand wird die übrige Haftstrafe in Sozialstunden umgewandelt und Pierre meldet Mathieu zum renommiertesten Klavierwettbewerb des Landes an...

ab 20.6. im atelier am bollwerk