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Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes

Dokumentarfilm über Papst Franziskus, in dem das Oberhaupt der katholischen Kirche Fragen zu verschiedenen Themen wie Wirtschaft, Immigration, soziale Ungerechtigkeit, Familie und Glauben beantwortet, die ihm von Menschen überall auf der Welt gestellt wurden – egal, ob von Arbeitern, Flüchtlingen, Kindern oder Gefängnisinsassen. Regisseur Wim Wenders („Der Himmel über Berlin“) sieht den Film aber weniger als Arbeit über und mehr als Arbeit mit dem Papst und dieser tritt dadurch, dass er beim Beantworten der Fragen direkt in Wenders‘ Kamera blickt, gewissermaßen in direkten Kontakt mit den Fragestellern und Zuschauern. Des Weiteren begleitet Wenders den Papst auch bei dessen zahlreichen Reisen rund um den Globus und zeigt Franziskus etwa bei den Vereinten Nationen, im US-Kongress und in Jerusalem.

ab 14.6. im Delphi Arthaus Kino


Auf der Suche nach Oum Kulthum

Ihr Ruhm ist mit dem von Opernstar Maria Callas vergleichbar: Oum Kulthum. Durch ihre unvergleichliche Stimme und Ausstrahlung avancierte die ägyptische Sängerin zum Mythos. Die Diva von Kairo schuf zwischen unterschiedlichsten sozialen Schichten ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Pionierin setzte sich als Frau und Künstlerin in der orientalischen Welt durch. Dafür bezahlte die Ikone einen hohen Preis. In formvollendeten arrangierten Tableaus kreist Shirin Neshats erhellendes Drama um diese Thematik. Die US-iranische bildende Künstlerin und Regisseurin lässt ihre Protagonistin, die einen Film über ihr Idol dreht, im 21. Jahrhundert mit ähnlichen Problemen kämpfen wie einst die Sängerin.

ab 14.6. im atelier am bollwerk


Vom Ende einer Geschichte

Tony Webster (Jim Broadbent / als junger Mann: Billy Howle) ist ein scheinbar normaler Senior. Geschieden und im Ruhestand lebt er ein relativ unspektakuläres Leben. Doch eines Tages holt ihn der Schatten seiner Vergangenheit ein und er steht plötzlich vor einem mysteriösen Erbe: Er bekommt ein Tagebuch, geführt von Tonys ehemaligem besten Freund Adrian (Joe Alwyn), der ihm zu Universitätszeiten einst seine Veronica Ford (Freya Mavor) ausspannte, deren Mutter Sarah (Emily Mortimer) die geschriebenen Erinnerungen nun besitzt. Je tiefer Tony in seiner Vergangenheit gräbt, desto mehr beginnt er, sein bisheriges Leben zu hinterfragen. Er trifft sich nach vielen Jahren erneut mit Veronica (jetzt: Charlotte Rampling) und alles kommt zurück: die erste Liebe, das gebrochene Herz, Betrug, Schuld und Reue. Tony ist nun an einem Punkt, an dem er Verantwortung übernehmen muss – für zermürbende Konsequenzen von Taten, die er vor langer Zeit beging...

ab 14.7. im atelier am bollwerk


DIE BRILLANTE MADEMOISELLE NEÏLA

Die Kunst, Recht zu behalten – man kann sie lernen. Im neuen Film von Yvan Attal nimmt Daniel Auteuil als zynischer Rhetorik-Professor eine junge Jurastudentin unter seine Fittiche, um ihr die Technik des Diskutierens beizubringen. Und um seinen Job zu retten. Zwei Dickköpfe prallen aufeinander, und wie sie langsam, mit intelligent geschriebenen Dialogen, am selben Strick ziehen, um einen Rhetorik-Wettbewerb zu gewinnen, ist die eigentliche Geschichte des Films. Schöne Erkenntnis: Mit den richtigen Worten kann man viel erreichen, vom Kuss bis zur Karriere.

ab 14.6. im atelier am bollwerk


Sternenjäger

Rund um die Erde reisen die Filmemacher und begleiten fünf renommierte Naturfotografen in die entlegensten Ecken der Welt, um den nächtlichen Himmel im Bild festzuhalten. Die Dokumentation beeindruckt mit wunderschönen Bildern und sehenswerten Effekten. Die Faszination der ersten 30 Minuten weicht jedoch bald einer meditativen Stimmung, die in eine gewisse Gleichförmigkeit mündet. So faszinierend die Bilder sind – den Filmemachern gelingt es nicht immer, ihre beeindruckenden Aufnahmen mit den vorgestellten Mythen und Legenden sowie mit den persönlichen Geschichten der Fotografen schlüssig und interessant zu verknüpfen. Die ambitionierte kleine Dokumentation zu schätzen wissen wird, wer sich von der urtümlichen Kraft der Himmelsphänomene begeistern lässt.

ab 14.6. im Delphi Arthaus Kino


The Rider

Ein indianischer Cowboy wird bei einem Rodeo vom Pferd abgeworfen und schwer am Kopf verletzt. Mühsam kämpft er sich ins Leben zurück. Doch als Pferdetrainer wird er nicht mehr arbeiten können. Anrührendes, überaus menschlich inszeniertes Drama über den Neuanfang eines jungen Mannes, der auch um seine Identität kämpfen muss. Der Clou: Fast alle Hauptdarsteller, Lakota Sioux aus der Pine Ridge Reservation in South Dakota, spielen sich selbst. In einigen Szenen ungemein berührend und feinfühlig inszeniert, vermittelt der Film der chinesischstämmigen US-Regisseurin Chloé Zhao in atemberaubenden Bildern auch ein Gefühl für den Ort, für die Landschaft und die Kultur dieser sogenannten „Indian Cowboys“.

ab 21.6. im Delphi Arthaus Kino


Halaleluja - Iren sind menschlich!

Ein Inder in Irland - der junge Ragdan hat schon vor einigen Jahren Reißaus genommen vor den traditionellen Heiratsplänen, die sich sein Vater für ihn ausgedacht hat. In Sligo, einem kleinen irischen Küstenort, hat er bei seinem Onkel ein neues Leben gefunden, neue Freunde, riesige Wellen zum Surfen und Maeve, seine große Liebe. Doch ausgerechnet am Abend seiner Geburtstagsparty, bei der Ragdan es mächtig krachen lässt, stößt er Maeve vor den Kopf. Plötzlich steht auch noch sein Vater mit einem völlig absurden Geburtstagsgeschenk vor der Tür: einem Schlachthof, den er zusammen mit seinem Vater in einen Halal-Betrieb verwandeln soll. In Sligo, wo die Arbeit knapp ist, sorgt das neue Unternehmensprojekt für jede Menge Trubel. Egal, wer schon einmal etwas mit Fleisch zu tun hatte, wird angeheuert, um die Dorfbewohner mit Halal-Gulasch zu besseren Menschen zu machen. Ein edles Ansinnen, auf das die Sligoer aber nicht unbedingt gewartet haben: Sie haben ihre eigenen Vorstellungen - von Fleischgenuss wie von interkulturellem Zusammenleben. Auf einmal steht Ragdans ganze Welt Kopf und er muss sich nicht nur in Dorfdiplomatie üben, sondern auch Maeve zurückgewinnen.

Fleischgewordene Völkerverständigung: HALALELUJA - IREN SIND MENSCHLICH! erzählt mit viel Situationskomik und unbeschwerter Heiterkeit eine warmherzige Dorfgeschichte aus dem 21. Jahrhundert.

ab 21.6. im atelier am bollwerk


Am Strand

Das Schwierigste am Heiraten ist die Hochzeitsnacht. Jedenfalls für das frischvermählte Ehepaar Florence Ponting (Saoirse Ronan) und Edward Mayhew
(Billy Howle), das 1962 am Strand von Chesil Beach im englischen Dorset seine Flitterwochen verbringen möchte. Ihre Gefühle füreinander sind groß und aufrichtig – doch die Erwartungen des jungen Paares an das einschneidende Ereignis in ihrem Leben könnten kaum unterschiedlicher sein …

AM STRAND ist die Verfilmung des 2007 erschienenen, gleichnamigen Romans von Bestseller-Autor Ian McEwan („Abbitte”), der hierzu auch das Drehbuch schrieb. Seine Novelle erhielt eine Nominierung für den Booker-Preis, der als wichtigster britischer Literaturpreis gilt.

Regie führte Dominic Cooke, einer der bedeutendsten Theaterregisseure Großbritanniens. Er war künstlerischer Leiter am Royal Court Theater in London (2006 – 2013) und ist derzeit stellvertretender Leiter am Londoner National Theater.

ab 21.6. im atelier am bollwerk


2001: Odyssee im Weltraum

Der philosophische Sci-Fi-Film "2001" ist in gewisser Hinsicht Kubricks zentrales Werk. Es wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Grob geht es darum: 2001 haben die Menschen den Weltraum erobert. Auf dem Mond wird ein Monolith ausgegraben, dessen Herkunft und Material unbekannt sind, und der ein Signal in Richtung Jupiter sendet. Das Raumschiff Discovery wird ausgeschickt, bis zum Ziel der Signale vorzustoßen. An Bord sind nur die Astronauten Poole (Gary Lockwood) und Bowman (Keir Dullea) wach, der Rest der Crew liegt im Kälteschlaf. Zunehmend wird der Bordcomputer HAL 9000 zur Bedrohung...

ab 21.6. im Delphi Arthaus Kino


Aus einem Jahr der Nichtereignisse

Mehr Nichts wagen - das gerät zum Motto dieser eigenwillig minimalistischen Doku, die für Furore auf einem Dutzend Festivals von Berlinale bis Viennale sorgte. Ein Jahr lang wird ein fast 90jähriger Bauer auf seinem Hof beobachtet. Mit quietschendem Rollator schiebt sich der Alte durch die Feldwege. Die treue Katze stets mit dabei. Täglich füttert er sein Federvieh. Bisweilen kommt Besuch. Das war’s schon fast in des Landwirts ruhig fließendem Leben. Als Aufreger knattert irgendwann ein Moped am Wegesrand vorbei. Der Bauer hat Zeit wie Heu. Die nimmt sich diese Doku ebenfalls. Zwei Minuten einfach nur der schlichte Blick auf tickenden Uhren. Oder sehr lange Einstellung auf Bäume und Wiesen - als solle man das Gras wachsen hören. Eineinhalb Stunden Urlaub im Kino. Der entschleunigste Film des Jahres.

ab 28.6. im atelier am bollwerk


Die Wunderübung

Seit vielen Jahren sind die Historikerin Joana (Aglaia Szyszkowitz) und Luftfahrtingenieur Valentin (Devid Striesow) verheiratet, sie haben zwei erwachsene Kinder, doch mittlerweile ist ihre Beziehung am Ende. Einst lernten sich die beiden Streithähne beim gemeinsamen Tauchen kennen, nach der Stille unter Wasser sehnen sie sich mittlerweile tagtäglich zurück. Über Jahre angesammelte Vorwürfe und Kränkungen stehen konstant im Raum, es vergeht kein Tag ohne Konflikt. Eine gemeinsame Sitzung bei einem Paartherapeuten (Jürgen Tarrach) scheint die letzte Möglichkeit zu sein, ihre Ehe zu retten. Doch auch in der Probestunde bei dem Therapeuten scheint die Situation zunächst nur wieder zu eskalieren, als die alten Streitthemen hochkochen und sich die beiden genüsslich gegenseitig durch den emotionalen Fleischwolf drehen. Doch dann erhält der Therapeut einen Anruf, der alles verändert…

ab 28.6. im atelier am bollwerk


303

Zur Cannes-Premiere von „Die fetten Jahre sind vorbei“ trotzte Hans Weingartner einst dem Glamour und fuhr mit seinem klapprigen Campingbus am Roten Teppich vor. Ein altes Wohnmobil vom titelgebenden Typ 303 spielt nun die Hauptrolle in diesem Lovestory-Road-Movie. Mit dem alten Daimler will die junge Studentin Jule nach Portugal zu ihrem Freund fahren. Unterwegs nimmt sie den Tramper Jan auf. Die beiden philosophieren, streiten, flirten während der gesamten Reise. Wie gut Plappern auf der Leinwand klappen kann, hat Richard Linklater mit seiner „Before Sunrise“-Trilogie bestens bewiesen. Wie dort Julie Delpy und Ethan Hawke, überzeugen hier nun Mala Emde und Anton Spieker als quirlig sympathisches Duo der wahrhaftigen Art mit reichlich Wiedererkennungspotenzial. Beim Quatschen über Gott und die Welt und die letzten Fragen der Menschheit bleibt natürlich noch genügend Zeit zum Suchen und Finden der Liebe: Slow-Dating auf 2.500 Kilometer quer durch Europa. 14 Jahre nach Cannes gelingt Weingartner wieder ein kapitalismuskritischer Coup mit Kultfilm-Qualitäten.  

ab 19.7. im Delphi Arthaus Kino


Eingeimpft

Regisseur David Sieveking zeichnet in seinem Dokumentarfilm die langwierige Entscheidungsfindung über die Impfung seines neugeborenen Kindes nach. Sieveking und seine Lebensgefährtin Jessica müssen wenige Wochen nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Zaria die Frage beantworten, ob sie das kleine Mädchen impfen lassen sollen oder nicht. Zaria ist vollkommen gesund und hat sich bisher prächtig entwickelt, doch nun soll sie gegen gleich acht verschiedene Krankheiten immunisiert werden. Für Sieveking gehört das Impfen einfach dazu, doch Jessica ist strikt dagegen, also beschließt der Regisseur, professionell zu dem Thema zu recherchieren und seine Ergebnisse mit der Kamera festzuhalten. Dazu redet er mit anderen Eltern, Forschern und Ärzten, doch die Zeit drängt: Während Jessica erneut schwanger ist, brechen in der Nachbarschaft die Masern aus…

ab 13.9. im Delphi Arthaus Kino