Demnächst bei uns






Die Verlegerin

In den 1970er Jahren übernimmt Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) das Unternehmen ihrer Familie – die Washington Post – und wird so zur ersten Zeitungsverlegerin der USA. Schon bald darauf sieht sie sich in eine Auseinandersetzung von ungeheuren Ausmaßen mit der amerikanischen Regierung verwickelt, als sie gemeinsam mit dem ehrgeizigen Redakteur Ben Bradley (Tom Hanks) auf eine Story über vier US-Präsidenten und deren jeweiliges geheimes Wissen über Amerikas Rolle im Vietnam-Krieg stößt. Vollblutjournalist Bradley will die Informationen um jeden Preis veröffentlichen, selbst wenn er dafür ins Gefängnis gehen muss, Graham bangt um die Sicherheit und die finanzielle Zukunft ihrer Angestellten. Ihre Position als Journalistin, amerikanische Patriotin und Geschäftsfrau bringt sie in eine moralische Zwickmühle.

ab 22.2. im atelier am bollwerk


Docteur Knock - Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen

Mit einem abgeschlossenen Medizinstudium in der Tasche trifft Dr. Knock (Omar Sy) in dem kleinen Städtchen Saint-Mathieu ein. Ganz so schlimm wie früher treibt es der ehemalige Ganove zwar nicht mehr, doch auch in Saint-Mathieu hat er nicht nur lautere Absichten im Sinn: Die meisten Bewohner der Stadt sind kerngesund, doch Dr. Knock will bei jedem einzelnen eine passende Krankheit diagnostizieren und den Dorfbewohnern somit das Geld aus der Tasche ziehen. Zunächst läuft alles nach Plan und der sympathische Gauner freut sich über klingende Kassen, doch dann kommt es zu zwei neuen Entwicklungen: Zunächst verliebt sich der betrügerische Arzt und dann taucht auch noch eine finstere Gestalt aus seiner eigenen Vergangenheit auf…

ab 22.2. im Delphi Arthaus Kino


Call me by your name

Bei den Kritik-Auswertern „MetaCritic“ und „Rotten Tomatoes“ bekam diese Lovestory die Traumquote von superlativen 98 Prozent Lob (Stand Ende September 2017). In Sundance tobte das Publikum, auf der Berlinale hingegen hat die Teddy-Jury das Werk verpennt. Peinlich, peinlich, sind die Klassiker-Qualitäten doch augenfällig. Da wäre die radikal romantische Liebesgeschichte zwischen einem 17-jährigen, ungestümen Schöngeist und einem 24-jährigen US-Sonnyboy im sommerlichen Bella Italia der frühen 80er Jahre. Ein bewegendes Vater-Sohn-Gespräch, wie es großartiger im Kino wohl noch nicht zu sehen war. Last not least verliert auch der Pfirsich hier auf immer seine Unschuld. Sinnliches Gefühlskino, wie es eben nur die Italiener mit solch raffinierter Grandezza beherrschen. Der Oscar-Call dürfte da gleich mehrfach erfolgen.

ab 1.3. im Delphi Arthaus Kino


Das schweigende Klassenzimmer

Im Jahr 1956: Die Abiturienten Theo (Leonard Scheicher) und Kurt (Tom Gramenz) sind unterwegs in Westberlin und sehen bei einem Kinobesuch in der dort gezeigten Wochenschau erschütternde Bilder vom niedergeschlagenen Volksaufstand in Budapest. Wieder zurück in der DDR wächst gemeinsam mit ihren Mitschülern Lena (Anna Lena Klemke), Paul (Isaiah Michaelski) und Erik (Jonas Dassler) die Idee, während des Unterrichts eine Schweigeminute für die Opfer einzulegen. Doch sie haben unterschätzt, was sie mit ihrer kleinen, menschlichen Geste auslösen. Zwar versucht der Schuldirektor (Florian Lukas), die Aktion als jugendlichen Unsinn abzutun, aber Volksbildungsminister Lange (Burghart Klaußner) vermutet einen politischen Akt dahinter und versucht mit allen Mitteln den Anstifter ausfindig zu machen. Doch die Klasse hält auch trotz Verdächtigungen, Verhören und Drohungen zusammen…

ab 1.3. im atelier am bollwerk


Arthur & Claire

Arthur (Josef Hader) und Claire (Hannah Hoekstra) haben beide für sich genommen mit dem Leben abgeschlossen, doch der Zufall führt sie ausgerechnet in der Nacht zusammen, in der sich die beiden unabhängig voneinander das Leben nehmen wollen: Der zynische, unheilbar krebskranke Arthur will sich in einem Hotel in Amsterdam seine Henkersmahlzeit gönnen, doch dabei vereitelt er versehentlich den Selbstmordversuch der jungen Claire. Derartig vom Schicksal zusammengeführt, beschließen die beiden, gemeinsam durch die Amsterdamer Nacht zu ziehen. Dabei freunden sie sich im Zuge einer ausschweifenden Unterhaltung langsam und vorsichtig an und finden zwischen Grachten, Coffee Shops und Whiskey bald neuen Sinn im Leben, so dass sie sich schließlich gegenseitig von ihren Selbstmordplänen abbringen…

ab 8.3. im atelier am bollwerk


Lucky

Grandios - eine Alterskomödie mit philosophischem Touch: Harry Dean Stanton ist Lucky, ein Cowboy vom alten Schlag, der allein in seinem Häuschen am Rand der Wüste von Arizona lebt. Witzig, lakonisch und erfüllt von bärbeißiger Romantik ist dieser liebenswert coole, alte Kerl. John Carroll Lynch setzt mit seinem Kinodebüt dem großen Menschendarsteller Harry Dean Stanton ein wunderbares Denkmal: ein humorvoller Film über das Altsein und das Glück zu leben.

ab 8.3. im Delphi Arthaus Kino



Maria Magdalena

Die junge Frau Maria Magdalena (Rooney Mara) lässt ihre Heimat und ihre Familie zurück, um sich einer radikalen sozialen Bewegeung anzuschließen, die von dem charismatischen Jesus of Nazareth (Joaquin Phoenix) angeführt wird. Dieser sichert Maria zu, dass die Welt sich im Wandel befindet, was ihr gerade recht kommt, denn ihr ganzes Leben lang litt sie unter althergebrachten Hierarchien. Als einzige weibliche Jüngerin Jesu bricht sie mit dessen Gefolgschaft, in der sich unter anderem Petrus (Chiwetel Ejiofor) und Judas (Tahar Rahim) befinden, nach Jerusalem auf eine spirituelle Reise auf.

ab 15.3. im atelier am bollwerk


The Florida Project

Der amerikanischen Traum liegt direkt vor ihrer Nase: Um die Ecke von Disney World lebt die kleine Moonee mit ihrer Mutter Halley in einem heruntergekommenen Motel. Halley ist ständig auf der Suche nach Geld, um sich und ihre Tochter durchzubringen, und wenn das legal nicht klappt, dann muss es eben illegal funktionieren.Sean Baker ("Tangerine L.A.") erzählt in heiteren, knallbunten Bildern von Menschen, die keine Chance haben, weil sie nie eine hatten. Er arbeitet dabei mit Laiendarstellern und mit dem wunderbaren Willem Dafoe, der hier wieder mal so richtig zeigen darf, was er kann. Beinahe wie ein Dokumentarfilm gedreht, ist Bakers betörend realistisches Independent-Drama ein ziemlich raffinierter Kommentar zur Lage der USA und dazu noch witzig und berührend. Toll!

ab 15.3. im Delphi Arthaus Kino


Was werden die Leute sagen

Die 15-jährige Nisha (Maria Mozhdah) lebt ein Doppelleben als brave, traditionsbewusste pakistanische Tochter, die strikt den Vorgaben ihrer Kultur folgt, auf der einen Seite und als moderne norwegische Jugendliche mit typischen Teenie-Problemen auf der anderen. Als die beiden Welten eines Tages aufeinanderprallen und Nishas Vater sie mit ihrem Freund erwischt, entschließen sich ihre Eltern, ihr eigenes Kind zu entführen und sie zu Verwandten in Pakistan zu bringen. Nisha ist aufgrund des drastischen Eingriffs in ihren freien Willen verständlicherweise zutiefst verletzt und stinksauer auf ihre Eltern. In der Heimat ihrer Familie fühlt sie sich orientierungslos, allein gelassen und fremd. Doch dann lernt sie nach und nach das Land und seine Kultur kennen und besser verstehen...

ab 15.3. im Delphi Arthaus Kino


1000 Arten Regen zu beschreiben

Der 18-jährige Mike (Béla Gabor Lenz) verrammelte die Tür zu seinem Zimmer und ist seit Wochen nicht mehr herausgekommen. Sein Vater Thomas (Bjarne Mädel), seine Mutter Susanne (Bibiana Beglau) und seine Schwester Miriam (Emma Bading) sind ratlos. Sie stehen vor der verschlossenen Tür, fordern auf, hoffen, flehen, fragen, verzweifeln, ignorieren, beschuldigen, rasten aus – und sind durch die Situation gezwungen, sich immer mehr mit ihrem eigenen Leben zu beschäftigen. Doch egal, ob Thomas und Susanne versuchen, Mikes Verhalten zu verstehen, oder alles vergessen wollen, die Situation spitzt sich immer weiter zu. Einzig Miriam ahnt bald, warum ihr Bruder sich so verhält, machte sie selbst doch schon einmal eine ähnliche Phase durch. Am Ende steht für die ganze Familie eine wichtige Erkenntnis…

ab 22.3. im Delphi Arthaus Kino


Die grüne Lüge

Dokumentation über den Boom von Produkten, die angeblich nachhaltig sind und biologisch. Regisseur Werner Boote blickt tief und genau auf die modernen, ach so sauberen Waren in den Supermarktregalen und findet rasch Belege dafür, dass Lebensmittel und andere Produkte noch lange nicht grün sind, nur weil ihre Verpackungen so angestrichen wurden. Er glaubt Konzernen kein Wort, wenn sie versprechen, dass sich die Welt mit dem Kauf ihrer Waren retten ließe. Boote will dieser ebenso populären wie gefährlichen Lüge etwas entgegensetzen. Gemeinsam mit der der Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann („Aus kontrolliertem Raubbau“) will er zeigen, wie sich die Zuschauer gegen Falschinformationen und Augenwischerei wehren können…

ab 22.3. im atelier am bollwerk


Zwei Herren im Anzug

Sommer 1984, ein bayerisches Gasthaus am See: Der Wirt und Bauer Pankraz (Josef Bierbichler) und sein erwachsener Sohn Semi (Simon Donatz) haben soeben Pankraz‘ Frau und Semis Mutter Theres (Martina Gedeck) zu Grabe getragen, der Leichenschmaus ist vorbei, die letzten Gäste sind gegangen. Zusammen sitzen sie in ihrer Gaststätte und lassen, von den Umständen zur Gemeinsamkeit gezwungen, die Vergangenheit Revue passieren. Sie unterhalten sich über die beiden Weltkriege, über die Besatzung durch die Alliierten, über den geschäftlichen Aufschwung während der Wirtschaftswunderjahre, den Kalten Krieg und die Studentenunruhen. Dabei leisten ihnen zwei Herren im Anzug Gesellschaft (Johan Simons, Peter Brombacher), die Vater und Sohn zwar unbekannt sind, ihnen aber gleichwohl als Stichwortgeber dienen…

ab 22.3. im atelier am bollwerk