Demnächst bei uns






Lady Bird

Wunderbares, großes Kino: Greta Gerwigs Dramödie über eine junge Rebellin ist bis in die winzigsten Details gelungen - ein Film für alle, die das Kino und das Leben lieben: Lady Bird wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ihrem Provinznest zu entkommen. Aber dafür braucht sie einen Schulabschluss, einen möglichst guten, wenn`s geht. Doch bevor es so weit ist, macht sie erste Erfahrungen mit Jungs, ärgert sich mit ihrer Familie herum und wird ganz peu à peu erwachsen. Herausragende Darsteller, allen voran Saoirse Ronan als Lady Bird, und ein kluges, warmherziges Drehbuch machen den Film zum Kinoerlebnis allererster Güte.

ab 19.4. im atelier am bollwerk


The King - Mit Elvis durch Amerika

Elvis' Rolls Royce fährt auf den Spuren des „King Of Rock 'n' Roll“ quer durch Amerika. Für verschiedene Streckenabschnitte nehmen die unterschiedlichsten Personen auf der Rückbank Platz. Darunter Wegbegleiter des King, berühmte Hollywoodstars wie Alec Baldwin, Ashton Kutcher, Ethan Hawke und „The Wire“-Schöpfer David Simon, aber auch ganz normale Fans. Sie erzählen von ihren Erlebnissen mit Elvis und seiner Musik und schlagen 40 Jahre nach dessen Tod Parallelen zwischen seinem Aufstieg und Fall und der derzeitigen Situation in Amerika im Jahr 2016, in dem ein grobschlächtiger, vulgärer und ausländerfeindlicher Reality-TV-Star zum Staatsoberhaupt gewählt wird. Unterwegs wird musiziert, gelacht und versucht zu erklären, wie es mit dem einstigen „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ so bergab gehen konnte.

ab 19.4. im atelier am bollwerk


Zeit für Utopien

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Zwar sind Veränderungen auch im Kleinen möglich, doch oft scheitert es daran, Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen. ZEIT DER UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen, und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann.
So können 1,5 Millionen Menschen ausschließlich mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden und urbanes Wohnen ist mit einem Bruchteil jener Energiemenge möglich, wie sie derzeit durchschnittlich pro Kopf verbraucht wird. Ein Smartphone kann auch fair produziert werden und eine ehemals dem Großkonzern Unilever-Konzern gehörende Teefabrik funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung.
ZEIT FÜR UTOPIEN ist eine inspirierende filmische Entdeckungsreise zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft.

ab 19.4. im atelier am bollwerk


PAWO

Der junge Tibeter Dorjee (Shavo Dorjee) mischt bei dem letzten großen Aufstand der Tibeter gegen die chinesischen Besatzer mit, weil er fürchtet, dass ansonsten die Seele seinen kürzlich verstorbenen Vaters nicht wiedergeboren wird. Doch er wird verhaftet und für Monate in einem chinesischen Gefängnis eingesperrt, wo er Folter und unwürdige Haftbedingungen durchleben muss. Nachdem ihn seine Mutter endlich freikaufen konnte, ist er gezwungen, seine besetzte Heimat zu verlassen und über den Himalaya nach Indien ins Exil zu gehen. Nach einem wochenlangen und strapazenreichen Fußmarsch kommt er endlich in Delhi an, wo es eine Enklave von tibetischen Exilanten gibt. Dorjee versteht bald, dass er sich entscheiden muss: Soll er weiter im Exil leben oder wird er für seine Überzeugungen einstehen und dem Kampf für die Freiheit von Tibet vorführen?

ab 19.4. im Delphi Arthaus Kino


Vom Bauen der Zukunft - 100 Jahre Bauhaus

Architektur im Dienste des Menschen mit Kunst, Design und Handwerk zu vereinen war Ziel der legendären Bewegung. Selbst die Nazis schafften es nicht, das Bauhaus und seine radikal gesellschaftlich künstlerische Utopie vollständig auszulöschen. Architektur und Stil blieben wegweisend für spätere Jahrzehnte. Mit ihrer inspirierenden Doku gelingt es den beiden Filmemacher Thomas Tielsch und Niels Bolbrinker anlässlich des im nächsten Jahr bevorstehenden 100jährigen Jubiläums für das Bauhaus-Erbe zu begeistern. Konsequent zeigen sie auf, dass unsere Gesellschaft gestaltbar ist. Fesselnd spannen sie den Bogen vom berühmten Bauhausgebäude in Dessau zu visionären Projekten in lateinamerikanischen Favelas, von den Kursen der Bauhaus-Meister Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer zur skandinavische Schule ohne Klassenräume.

ab 26.4. im atelier am bollwerk


Madame Aurora und der Duft von Frühling

Die Tochter ist unerwartet schwanger, der Job ist weg und die Wechseljahre bringen heftige körperliche Veränderungen:  Aurora hat es im Moment alles andere als leicht. Doch als sie ihre erste große Liebe wieder trifft, beschließt die Mittfünfzigerin, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. „Madame Aurora und der Duft von Frühling“ erzählt auf charmante, leichtfüßige Weise von den Tücken des Älterwerdens. Die Wohlfühl-Komödie ist durchzogen von raffiniertem Witz, geschickt eingestreuter Sozialkritik und vermittelt ihre zentralen Botschaften jederzeit glaubhaft.

ab 26.4. im Delphi Arthaus Kino


Eldorado

Regisseur Markus Imhoof beschäftigt sich mit der Frage, wie Flüchtlinge und Migranten im Europa des 21. Jahrhunderts behandelt werden. Dabei geht Imhoof auch auf seine eigene Vergangenheit ein, denn während des Zweiten Weltkriegs nahm seine Familie ein italienisches Flüchtlingskind namens Giovanna bei sich auf und pflegte es gesund. Diese Geschichte, die kein gutes Ende nahm, ging ihm niemals aus dem Kopf. In der Gegenwart begibt er sich daher auf Giovannas Spuren nach Italien und beobachtet dort beispielsweise die Operation „Mare Nostrum“ der italienischen Marine, bei der Flüchtlinge aus dem Mittelmeer geborgen werden. Bei den Rettungsaktionen, denen Imhoof an Bord beiwohnt, können über 100.000 Menschen aus den Fluten gefischt werden. Im Lauf der Dreharbeiten, bei denen der Regisseur die Perspektive des Kindes einnimmt, das er einmal war, findet er Antworten auf Fragen, die ihn seit seiner Geburt beschäftigen…

ab 26.4. im Delphi Arthaus Kino


Eleanor & Colette

Die Psychiatrie als Raum ohne Menschlichkeit prangerte erstmals der Kultklassiker „Einer flog übers Kuckucksnest“ an. Das mit fünf Oscars ausgezeichnete Drama sorgte damals für ein Umdenken. Ein Kassenschlager mit positiven Nebenwirkungen, der zur rechten Zeit die Leinwand eroberte. Nun rückt Regisseur Bille August das Tabuthema wieder ins Blickfeld. Berührend zeigt der dänische Oscar-Preisträger den Kampf der mutigen Psychiatriepatientin Eleanor Riese, basierend auf einer wahren Geschichte, gegen die Pharmaindustrie für mehr Selbstbestimmung.  Grandios unterstützt sie dabei ihre streitbare Anwältin. Exzellent verkörpert werden die beiden Alltagsheldinnen von der zweifachen Oscar-Preisträgerin  Hilary Swank und dem Londoner Ausnahmetalent Helena Bonham-Carter.

ab 3.5. im atelier am bollwerk


Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?

Charlotte (Corinna Harfouch) steckt in einer schwierigen Phase: Nach 37 Jahren, 5 Monaten und 21 Tagen besteht ihre Ehe mit Paul (Karl Kranzkowski) nur noch aus Routine und Missverständnissen. Dabei hätte sie ihm viel zu erzählen; zum Beispiel, dass sie in letzter Zeit mehr vergisst, als sie erlebt. Doch Charlotte hat beschlossen, ihr Leben noch einmal in vollen Zügen genießen. Und so lässt sie ihren Mann einfach an einer Autobahnraststätte zurück, um gemeinsam mit ihrer aufgeweckten Enkelin Jo ans Meer aufzubrechen. Mithilfe der Truckerin Marion (Sabine Timoteo) reisen Paul und Jos chaotische Mutter Alex (Meret Becker) den beiden hinterher. Auf einer einsamen Insel angekommen, treffen sie sich in der äußerst ungewöhnlichen ‚Pension Horster‘. Allmählich findet die Familie dort wieder zueinander, und auch Charlotte und Paul versuchen, ihre Liebe neu zu erfinden.

WER HAT EIGENTLICH DIE LIEBE ERFUNDEN? ist eine fantasievolle Komödie, die vor der Kulisse der norddeutschen Küstenlandschaft spielt. Sie bezaubert mit ungewöhnlichen Bildern und einem wunderbaren Ensemble rund um Corinna Harfouch (WAS BLEIBT), Meret Becker (LÜGEN UND AN-DERE WAHRHEITEN) und Sabine Timoteo (LAND DER WUNDER). Mit der Musik von Hannes Shaban Gwisdek, Meret Becker & Käptn Peng.

ab 3.5. im Delphi Arthaus Kino


Isle of Dogs - Ataris Reise

Mit einem Animationsfilm wurde die Berlinale noch nie eröffnet, diese Ehre hatte nun Wes Andersons „Isle of Dogs - Ataris Reise“, der stilistisch und qualitativ nahtlos an das Werk des amerikanischen Regisseurs anschließt und inhaltlich genau in unsere Zeit - und zum Selbstverständnis der Berlinale als politisches Festival - passt: Es geht um Flüchtlinge, Diskriminierung und Machtmissbrauch.

ab 10.5. im engl. OmU im Delphi Arthaus Kino


Der Buchladen der Florence Green

Florence Green (Emily Mortimer) ist eine verwitwete Frau, die in den späten 1950er Jahren in die kleine Küstenstadt Hardborough im Osten Englands zieht. Nachdem sie früh ihren Mann verloren hat, mit dem sie eine Liebe zu Literatur aller Art teilte, möchte sie ihren Traum verwirklichen und beschließt, eine kleine Buchhandlung eröffnen, um die anderen Bewohner des verschlafenen Städtchens mit aufregenden und interessanten Geschichten aus ihrer Lethargie zu reißen. Zunächst geht ihr Plan auf, die von ihr verkauften Bücher finden überall Anklang und sogar der eigenbrötlerische, zurückgezogen lebende Mr. Brundish (Bill Nighy) findet Gefallen am neuen Buchladen und dessen Besitzerin. Doch dann macht die einflussreiche Violet Gamart (Patricia Clarkson) Ärger, die zu den angesehensten Personen in Hardborough gehört und befürchtet, die Kontrolle über die Stadt und ihre Bewohner zu verlieren…

ab 10.5. im atelier am bollwerk


Was werden die Leute sagen

Die 15-jährige Nisha (Maria Mozhdah) lebt ein Doppelleben als brave, traditionsbewusste pakistanische Tochter, die strikt den Vorgaben ihrer Kultur folgt, auf der einen Seite und als moderne norwegische Jugendliche mit typischen Teenie-Problemen auf der anderen. Als die beiden Welten eines Tages aufeinanderprallen und Nishas Vater sie mit ihrem Freund erwischt, entschließen sich ihre Eltern, ihr eigenes Kind zu entführen und sie zu Verwandten in Pakistan zu bringen. Nisha ist aufgrund des drastischen Eingriffs in ihren freien Willen verständlicherweise zutiefst verletzt und stinksauer auf ihre Eltern. In der Heimat ihrer Familie fühlt sie sich orientierungslos, allein gelassen und fremd. Doch dann lernt sie nach und nach das Land und seine Kultur kennen und besser verstehen...

ab 10.5. im Delphi Arthaus Kino


System Error

Fünf Tage nach dem 200. Geburtstag von Karl Marx kommt Florian Opitz „System Error“ ins Kino, eine Dokumentation, nein, eine Abrechnung mit dem Kapitalismus, die auf erschreckende, haarsträubende Weise zeigt, welchen Illusionen viel zu viele der Menschen nachhängen, die die wirtschaftlichen Geschicke der Welt prägen.

ab 10.5. im Delphi Arthaus Kino


Nach einer wahren Geschichte

Seit ihr sehr persönlicher Roman über ihre Mutter zu einem Bestseller wurde, leidet die Pariser Autorin Delphine (Emmanuelle Seigner) an einer Schreibblockade. Die endlosen Lesetouren, Signierstunden und vereinzelte Drohbriefe setzen ihr zu. Doch als sie die attraktive Elle (Eva Green) trifft, ändert sich das. Schnell fasst Delphine Vertrauen zu der geheimnisvollen Frau, die als Ghostwriter ihr Geld verdient. Selbstlos übernimmt Elle immer mehr Aufgaben für Delphine, beantwortet Mails und zieht sogar bei ihr ein. Als Delphine schließlich feststellt, dass ihr die Kontrolle entgleitet, muss sie sich fragen: Wer ist Elle wirklich? Will sie Delphines Leere füllen oder stiehlt sie ihr das Leben?

Mit dem Psychothriller NACH EINER WAHREN GESCHICHTE kehrt der gefeierte Regisseur und Oscar-Preisträger Roman Polanski („Der Ghostwriter“, „Rosemaries Baby“) zum Thrillergenre zurück. Seine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Delphine de Vigan ist ein hintersinniges Spiel um Macht und Identität, um Wahrheit und Fiktion - ein großartiges Pas de Deux für die französischen Charakterdarstellerinnen Emmanuelle Seigner („Venus im Pelz“) und Eva Green („Casino Royale“). Das Drehbuch verfasste Polanski gemeinsam mit Olivier Assayas („Personal Shopper“), die Kamera führt Polanskis Weggefährte Pawel Edelman.

ab 17.5. im atelier am bollwerk


Maria by Callas

Auf der Suche nach den Gefühlen hinter der perfekten Maske des Stars lässt Tom Volf seine Heldin viel in ihren eigenen Worten sprechen. Interviews, Briefe, Fotos, Opern- und Konzertmitschnitte komponiert er zum Bild einer Frau, die auch heute noch, mehr als 40 Jahre nach ihrem Tod, ihr Geheimnis wahrt. Tom Volf macht aus seiner Verehrung für „La Divina“ keinen Hehl. Sein akribisch recherchierter Film ist beinahe so elegant wie Maria Callas selbst. Dabei spielt auch die Musik eine wichtige Rolle: Einige Arien werden komplett eingespielt und zeigen die Kraft und Dramatik ihrer ausdrucksvollen Stimme, die bis heute fasziniert. Schon allein diese Töne und Bilder von den Bühnen der Welt machen den Film zum Muss für alle Opern- und Klassikfans.

ab 17.5. im atelier am bollwerk




In den Gängen

Ein Kaurismäki mit Joaquin Phoenix und Cate Blanchett? Nein, ein Stuber mit Franz Rogowski und Sandra Hüller! Die minimalistische, zugleich märchenhafte Lovestory handelt von einem schüchternen Staplerfahrer im Großmarkt, der seine Kollegin von der Süßwaren-Abteilung anhimmelt. Eine aussichtslose Sache, bis der wortkarge Chef der Getränkeabteilung mit dezentem Rat weiterhilft. Bald fiebert der ganze Großmarkt bei dieser Liebesgeschichte mit – und mit der Belegschaft auch das Kinopublikum. „IdG“ avancierte zum einsamen, dafür umso strahlenderen Leuchtturm der diesjährigen Berlinale. Liebeswerte Figuren. Großartige Darsteller. Einfallsreiche Regie. Umwerfende Dialoge. Poetische Momente. So entsteht im Mikrokosmos Großmarkt einer der bewegendsten deutschen Filme der letzten Jahre.

ab 24.5. im atelier am bollwerk


Eingeimpft

Regisseur David Sieveking zeichnet in seinem Dokumentarfilm die langwierige Entscheidungsfindung über die Impfung seines neugeborenen Kindes nach. Sieveking und seine Lebensgefährtin Jessica müssen wenige Wochen nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Zaria die Frage beantworten, ob sie das kleine Mädchen impfen lassen sollen oder nicht. Zaria ist vollkommen gesund und hat sich bisher prächtig entwickelt, doch nun soll sie gegen gleich acht verschiedene Krankheiten immunisiert werden. Für Sieveking gehört das Impfen einfach dazu, doch Jessica ist strikt dagegen, also beschließt der Regisseur, professionell zu dem Thema zu recherchieren und seine Ergebnisse mit der Kamera festzuhalten. Dazu redet er mit anderen Eltern, Forschern und Ärzten, doch die Zeit drängt: Während Jessica erneut schwanger ist, brechen in der Nachbarschaft die Masern aus…

ab 13.9. im Delphi Arthaus Kino