BERLINER PHILHARMONIKER LIVE IM KINO

Berliner Philharmoniker präsentieren ihre Kino-Saison 2016/2017 mit vier hochkarätigen Konzerten / Kartenvorverkauf hat begonnen


"In der Saison 2016/2017 sind die Berliner Philharmoniker mit drei besonderen Konzerten live im Kino zu erleben, in High Definition und exzellentem Surround-Sound. Freuen Sie sich auf das Konzert zur Saisoneröffnung mit Chefdirigent Sir Simon Rattle und Mahlers Siebter Symphonie und auf die glamouröse Silvestergala mit dem Debüt des jungen Starpianisten Daniil Trifonov, ebenfalls dirigiert von Sir Simon Rattle. Einen weiteren Konzerthöhepunkt auf der Kinoleinwand bildet zum Abschluss der Kinosaison ein frühsommerlicher Konzertabend Aus der Neuen Welt mit Gustavo Dudamel am Pult."


»Aus der Neuen Welt« mit Gustavo Dudamel

Fr 9.6 2017 um 19.30 Uhr im Delphi Arthaus Kino
Die Berliner Philharmoniker live
Gustavo Dudamel Dirigent
John Adams City Noir (ca. 35 min)
Antonín Dvořák Symphonie Nr. 9 e-Moll »Aus der Neuen Welt« (ca. 40 min)
Gesamtdauer: ca. 140 min (inkl. 30 min Vorprogramm, 25 min Pause mit Pausenprogramm)
Zum Abschluss der philharmonischen Kinosaison erwartet Sie ein gleichermaßen aufregendes wie
facettenreiches Programm »Aus der Neuen Welt« mit dem Star-Dirigenten Gustavo Dudamel am Pult.


»The hottest conductor on the planet«
New York Times über Gustavo Dudamel

»AUS DER NEUEN WELT« MIT GUSTAVO DUDAMEL
Darauf, dass John Adams’ dreisätziges Orchesterwerk City Noir vom Film noir inspiriert ist,
verweist bereits der Titel: Die Idee zu dem Stück kam dem Komponisten, »während der
Lektüre von Kevin Starrs mehrbändiger Sozial- und Kulturgeschichte von Kalifornien. Im
Kapitel ›Black Dahlia‹ seines Buchs Embattled Dreams: California in War and Peace, 1940 –
1950 beschreibt Starr die Stimmung und das Milieu der späten 1940er- und frühen 1950er-
Jahren, wie sie im Sensationsjournalismus jener Zeit und in den düsteren, unheimlichen
Schwarz-Weiß-Filmen Hollywoods Ausdruck fanden. Dies inspirierte mich zu einem
Orchesterwerk, das, obwohl nicht zwangsläufig auf den Soundtrack jener Filme Bezug
nehmend, eine ähnliche Stimmung und den Grundton der Ära heraufbeschwört.«
Dabei lässt City Noir, das nicht mehr viel mit Adams’ minimalistischen Arbeiten aus den
1980er- und 1990er-Jahren gemein hat, zu Beginn eine Vielzahl von musikalischen
Assoziationen entstehen, die von Strawinsky über Gershwin, Bernstein und Milhaud bis zu
John Coltrane reichen, bevor nervöse Jazz-Rhythmen und sich wiederholende Patterns den
Hörer tatsächlich ins Amerika jener Zeit versetzen – spätestens im zentralen Mittelsatz mit
seiner typisch amerikanischen Stilmischung aus Klassik und Jazz, in dem sich die Musik, so
Adams, »nach der archetypischen ›Blue Note‹ sehnt und zugleich davor zurückschreckt.
Wenig später findet das Lied seine Entfaltung im Klang einer Soloposaune, ein ›sprechendes
Solo‹ schließt sich an, in der Art der großen Duke-Ellington-Soloposaunisten Lawrence
Brown oder Britt Woodman, die übrigens beide aus Los Angeles stammten.«
Gustavo Dudamel, der Adams’ Hommage an die große Zeit des Bebop im Rahmen seines
Antrittskonzerts als Musikdirektor des Los Angeles Philharmonic Orchestra mit großem Erfolg
uraufgeführt hat, widmet sich dem Werk nun mit den Berliner Philharmonikern, bei denen er
2008 laut Tagesspiegel das »fetzigste« Debüt aller Zeiten ablegte. Anschließend steht
Antonín Dvořáks Symphonie Aus der neuen Welt auf dem Programm – ein Werk, in dem der
Komponist als Direktor des New Yorker National Conservatory of Music mit Hilfe stilisierter
musikalischer Folklore erklärtermaßen versucht hat, »Charakteristika zu porträtieren, die
deutlich amerikanisch sind«. Offenbar mit Erfolg, denn nach der triumphalen Premiere waren
sich die Kritiker aller New Yorker Zeitungen einig: Sie hatten »eine Studie nationaler Musik«
gehört. (New York Times) Heute dürfte allerdings niemand daran zweifeln, dass Dvořáks
Meisterwerk fest in der böhmischen Musiktradition verwurzelt ist.