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Heute, 24.07.2017

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Dienstag, 01.08.2017

Mittwoch, 02.08.2017

Diese Woche neu im Kino

BELLE DE JOUR

Séverine Sérizy (Catherine Deneuve) ist eine glücklich verheiratete Hausfrau. Nur im Bett ist sie mit ihrem Mann Pierre (Jean Sorel) nicht zufrieden. Befriedigung findet sie lediglich in ihren Tagträumen, in denen sie Fesselspielen und anderen Sadomaso-Praktiken nachgeht. Als das aber auch nicht mehr ausreicht, beginnt Séverine, nachmittags als Prostituierte zu arbeiten. Im Etablissement von Madame Anaïs (Geneviève Page) kann sie ihren erotischen Vorlieben freien Lauf lassen, ohne dass ihr Mann etwas davon weiß. Alles geht gut, bis Henri Husson (Michel Piccoli), ein Freund ihres Mannes, Séverine in dem Bordell entdeckt. Jetzt weiß sie nicht mehr, wie sie unbeschadet aus der Angelegenheit herauskommt. Außerdem ist Marcel (Pierre Clémenti), ein Kunde des Bordells, so vernarrt in sie, dass er alles dafür tut, um Séverine dauerhaft für sich zu gewinnen…

4K restaurierte Wiederaufführung zum 50-jährigen Jubiläum, ab 20. Juli 2017 zurück im Kino!

ab 20.7. im atelier am bollwerk

tägl.: 16:00

So 16:00 in franz. OmU

Die Geschichte der Liebe

Bevor der Zweite Weltkrieg in Europa ausbricht, verliebt sich der polnische Jude Léo (Mark Rendall) in seine Nachbarin Alma (Gemma Arterton) und widmet ihr sogar ein Buch. Er verspricht ihr, niemals mehr eine andere Frau zu lieben. Doch die näherkommenden deutschen Besatzer zwingen Alma und ihre Familie, in die Staaten zu flüchten. Léo hingegen bleibt zurück und muss sich verstecken. Jahrzehnte später denkt Léo (jetzt: Derek Jacobi) noch immer an seine verflossene große Liebe. Er weiß allerdings nicht, dass zur selben Zeit ein junges Mädchen in New York über das Manuskript seines Werks stolpert: Die erst 15-jährige Alma (Sophie Nélisse) wurde nach einer Figur aus dem Buch benannt – einem Buch, das Léo vor mehr als einem halben Jahrhundert geschrieben hatte. So sind Almas und Leos Schicksale verbunden…

ab 20.7. im atelier am bollwerk

tägl.: 15:40, 20:00

So/Mi 20:00 in engl. OmU

Paris kann warten

Die Frau eines einflussreichen Hollywood-Produzenten kann nach dem Besuch der Filmfestspiele in Cannes ihren Mann nicht nach Budapest begleiten. Statt dessen chauffiert sie ein französischer Geschäftspartner ihres Mannes im Auto nach Paris. Eigentlich eine Fahrt von wenigen Stunden, doch der Charmeur und Lebemann hat es nicht eilig. Zu zahlreich sind die Versuchungen am Wegesrand, vom edlen Restaurant bis zur römischen Sehenswürdigkeit. Nicht zu vergessen seine schöne Beifahrerin, der er taktvoll den Hof macht. Regiedebüt von Eleanor Coppola, die diese Geschichte 2009 so oder ähnlich selbst mit ihrem Ehemann Francis Ford Coppola erlebt hat. Zum einen feiert der Film die Schönheit der Landschaft Südfrankreichs und französisches Savoir vivre, zum anderen geht es um die Selbstverwirklichung einer Frau, die trotz ihres Alters eine kleine Flucht wagt. Von Diane Lane in der Hauptrolle bezaubernd gespielt.

ab 20.7. weiterhin im atelier am bollwerk

tägl.: 18:10, 20:20

So/Mi 20:20 in engl. OmU

Premieren / Demnächst

Premiere in Anwesenheit von Regisseurin Petra Biondina Volpe und Hauptdarstellerin Marie Leuenberger

Bis in die frühen siebziger Jahre waren Frauen in der Schweiz vom Wahlrecht ausgeschlossen - in einigen Kantonen sogar bis in das Jahr 1990. Entlang dieser historischen Tatsache entwickelte die Schweizer Filmregisseurin Petra Volpe eine hintersinnige, ironische und bisweilen sehr berührende Tragikomödie, die in ihrer Heimat mit Preisen und auf dem Tribeca-Filmfestival mit dem begehrten Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Ein Film über starke Frauen, aber kein klassischer Frauenfilm. In seiner Stimmung und Dramaturgie erinnert „Die göttliche Ordnung“ vielmehr an eine Coming-of-Age-Geschichte.

Premiere DIE GÖTTLICHE ORDNUNG in Anwesenheit von Regisseurin Petra Biondina Volpe und Hauptdarstellerin Marie Leuenberger am Sa 29.7. um 18:00 Uhr im atelier am bollwerk

Jour fixe du Cinéma Français - CHEZ NOUS

Pauline (Émilie Dequenne) arbeitet als Krankenschwester in einer Kleinstadt im strukturschwachen Norden Frankreichs. Sie kümmert sich um ihren Vater und zieht ihre beiden Kinder allein groß. Sympathisch und aufopferungsvoll wie sie ist, wird sie von allen gemocht.
Ihre Glaubwürdigkeit will sich eine aufstrebende nationalistische Partei zu Nutze machen und wirbt sie als Kandidatin für die kommenden Bürgermeisterwahlen an. Der charismatische Arzt Dr. Berthier (André Dussollier) umschmeichelt Pauline und überredet sie zu kandidieren. In ihrem Beruf täglich mit sozialen Missständen konfrontiert, lässt sie sich von seinen populistischen Ansichten mitreißen, in der Hoffnung, in der Lokalpolitik etwas bewirken zu können. Ihr sozialistisch geprägter Vater ist bestürzt über den Gesinnungswandel seiner Tochter. Und diese muss bald erkennen, dass sie nur als hübsches Gesicht der landesweiten Wahlkampagne von Parteichefin Agnès Dorgelle (Catherine Jacob) dienen soll.

Der belgische Regisseur Lucas Belvaux zeigt in seinem spannend inszenierten Politdrama, wie sich anständige, engagierte Menschen allzu leicht vom Populismus einnehmen lassen. Die gewinnende Hauptdarstellerin Émilie Dequenne, die als Rosetta in dem gleichnamigen Film der Dardenne-Brüder bekannt wurde, vermittelt diese Ambivalenz überzeugend. Sie spielt Pauline als liebenswerte junge Frau mit einer authentischen Mischung aus Gutgläubigkeit und Stärke.
Aufgrund seiner deutlichen Anspielungen auf den rechtsextremen Front National und seine Vorsitzende Marine Le Pen sorgte CHEZ NOUS schon vor seinem offiziellen Kinostart in Frankreich heftig für Furore. Belvaux legt die Arbeitsmethoden rechtsextremer Parteien offen und liefert damit auch zum deutschen Wahlkampf einen aufschlussreichen Diskussionsbeitrag.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Francais zeigen wir am Mittwoch, 2. August um 20:00 Uhr im Delphi Arthaus Kino den Film CHEZ NOUS (Das ist unser Land 24.8.17) in franz. Original mit dt. Untertiteln