Demnächst bei uns





Bauer unser

Nach „We feed the World“ und „More than Honey“ präsentiert der österreichische Produzent Helmut Grasser abermals eine gekonnt kritische Doku, diesmal über die drängenden Probleme der Landwirtschaft. Die Bilanz der gut beobachteten Bestandsaufnahmen von idealistischen Biobauern über mächtige Funktionäre und ausgewiesnen Experten bis zu konventionellen Erzeugern fällt eindeutig aus: So kann es nicht weitergehen! Das Thema geht alle an - und scheint tatsächlich viele zu interessieren. In seiner Heimat lockte die Doku bereits über 60.000 Zuschauer in die Kinos: Bauer sucht Zukunft!

ab 23.03. im atelier am bollwerk


Der Hund begraben

Familienvater Hans (Justus von Dohnányi) bangt um sein Familienglück, denn niemand in seinem Haushalt scheint ihn mehr so richtig zu beachten – erst recht, als die Familie einen streunenden Hund adoptiert, der eines Tages vor der Tür steht. Vor allem Hans' Ehefrau Yvonne (Juliane Köhler) ist augenblicklich völlig vernarrt in das Tier und widmet ihm mehr Aufmerksamkeit als ihrem Mann, den ausgerechnet jetzt auch noch die Arbeitslosigkeit trifft und sein Selbstbewusstsein weiter schmälert. Der tierische Rivale macht Hans sehr schnell klar, wie überflüssig er eigentlich ist, was dieser aber nicht auf sich sitzen lassen will. Der Hund muss weg! Als er dann aber tatsächlich verschwindet und ein seltsamer Fremder (Georg Friedrich) sich anbietet, der Familie bei der Suche zu helfen, laufen die Dinge für Hans erst recht aus dem Ruder...

ab 23.03. im atelier am bollwerk


Der Himmel wird warten

Sylvie (Clotilde Courau) und ihre Tochter Mélanie (Naomi Amarger) haben ein enges Verhältnis. Die beiden können über alles miteinander reden, egal, ob es um Jungs, Kleidung oder die Schule geht. Doch Mélanie entfernt sich von Sylvie, nachdem sie im Internet einen Jungen kennengelernt hat. Er schmeichelt ihr mit Komplimenten, spricht mit ihr über Religion – bis die junge Frau nach Syrien geht, um Terroristin zu werden. Catherine (Sandrine Bonnaire) und Samir (Zinedine Soualem) erleben Ähnliches: Mit ihrer 17-jährigen Tochter Sonia (Noémie Merlant) waren sie eine glückliche Familie – bis plötzlich ihr Haus gestürmt und die Teenagerin festgenommen wird. Denn wie sich herausstellt, hatte sie einen Anschlag geplant, um ihrer Familie einen „Platz im Paradies“ zu sichern. Sylvie und Catherine, beide erschüttert von den Entscheidungen ihrer Töchter, wollen Mélanie und Sonia überzeugen, ein Leben ohne Hass und Selbstzerstörung zu wählen…

ab 23.03. im Delphi Arthaus Kino


A United Kingdom

Mit ihrem herausragenden romantischen Drama erzählt Regisseurin Amma Asante engagiert die wahre, kaum bekannte Geschichte von Prinz Seretse Khama, dem späteren Präsidenten von Botswana, und Ruth Williams, einer weißen Britin. Ihre Liebe trotzt in Zeiten rassistischer Apartheidpolitik dem kolonialistischen britischen Empire und schafft ein Klima der Toleranz. Mit seiner gemeinsamen Kraft schreibt das sympathische, bescheidene Paar selbst Geschichte. In jeder einzelnen Szene dieses überwältigenden historischen Gefühlskinos herrscht eine berührende Spannung, exzellent getragen von den beiden Hauptdarstellern David Oyelowo („Selma“) und Rosemund Pike („Gone Girl“).

ab 30.03. im atelier am bollwerk


Die andere Seite der Hoffnung

Der junge Syrer Khaled (Sherwan Haji) immigriert als blinder Passagier in die finnische Hauptstadt Helsinki. Dort beantragt er Asyl, ist aber skeptisch, was die Erfolgsaussichten des Antrags angeht. Als sein Asylgesuch wie erwartet abgelehnt wird, reist Khaled jedoch nicht in seine kriegsgebeutelte Heimat zurück, sondern bleibt ganz einfach illegal in Finnland. Eines Tages trifft er so auf den ehemaligen fliegenden Händler Wikström (Sakari Kuosmanen), der kürzlich sein Geschäft aufgegeben und seine Frau verlassen hat und nun Besitzer eines Restaurants ist. Wikström stellt Khaled als Putzkraft und Tellerwäscher an und für eine Weile scheint alles gut zu sein. Doch schon bald droht die harte Realität den beiden Männern einen Strich durch die Rechnung zu machen…

ab 30.03. im Delphi Arthaus Kino


Wenn der Vorhang fällt

Eine Beschreibung, mit der in „Wenn der Vorhang fällt“ erklärt wird, was den deutschen Hip Hop ausmacht, geht so: Wenn der Hip Hop eine Person wäre, dann eine höchst schizophrene, mit einem Arm total aufgepumpt und dem anderen in ganz normaler Größe – und es wäre auf jeden Fall egal, wo diese Person herkommt. Drei Jahre lang hat der Filmemacher Michael Münch an seinem Dokumentarfilm gearbeitet, in dem er näher unter die Lupe nimmt, wie sich der Deutschrap in den vergangenen 30 Jahren entwickelte. Dabei standen ihm allerlei Szenegrößen in Gesprächen Rede und Antwort: Max Herre, Prinz Pi, Sido, Marteria, Smudo, Samy Deluxe, Nate57, Afrob und MC Rene, um nur einige zu nennen. Sie erzählen, wie sie mit der deutschen Hip-Hop-Szene in Kontakt kamen, was es mit dem Boom in den Neunzigern auf sich hatte und wie das Genre in den Nullerjahren eine neue Ausrichtung bekam, bevor es so erfolgreich und innovativ wie kaum jemals zuvor wurde…

ab 30.03. im Delphi Arthaus Kino


Gaza Surf Club

Denkt man an den Gazastreifen zwischen Israel und Ägypten, kommen einem staubig-krisselige Bilder von Armut, Terror und Elend in den Sinn, doch eins wohl kaum: Surfer. Für ihre Feel-Good-Dokumentation „Gaza Surf Club“ haben die Filmemacher Philip Gnadt und Mickey Yamine aber ein paar Menschen ausfindig gemacht, die den Wassersport im kleinen Küstengebiet um Gaza-Stadt betreiben. Das Porträt der Surferkultur dient als Aufhänger, um das alltägliche Leben im krisengeschüttelten Gazastreifen zu schildern. Weltpremiere feierte die Doku 2016 beim Internationalen Filmfestival von Toronto.

ab 30.3. im Delphi Arthaus Kino


Es war einmal in Deutschland

Mit einer guten Portion schwarzen Humors erzählt Sam Gabarski die unglaubliche, aber wahre Geschichte des David Bermann (gespielt von Moritz Bleibtreu): Er überlebte als deutscher Jude das KZ und plant nach dem Krieg die Auswanderung in die USA. Gemeinsam mit ein paar Leidensgenossen schlawinert er sich als Wäschevertreter durch die Ruinen und bezirzt einsame Frauen, Kriegerwitwen und Heldenmütter. Doch es gibt ein paar Merkwürdigkeiten in Davids Vergangenheit, und die US-Militärpolizei lässt nicht locker. Eine tiefgründige Schelmenkomödie, in der Lachen und Weinen dicht beieinander liegen.

ab 6.4. im atelier am bollwerk