BERLINER PHILHARMONIKER LIVE IM KINO

In dieser Saison begrüßen Sie die Berliner Philharmoniker zu drei abwechslungsreichen Konzerten live in ihrem Delph Arthaus Kino.

Seien Sie dabei, wenn die Berliner Philharmoniker unter Leitung von Gustavo Dudamel Werke von Igor Strawinsky, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven spielen, wenn Sir Simon Rattle Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion in der Inszenierung von Peter Sellars aufführt und das Orchester zusammen mit Daniel Barenboim das Erste Klavierkonzert von Johannes Brahms interpretiert.



Fr 29. April 2016 19.30 Uhr (MEZ) Berliner Philharmoniker - Andris Nelsons Dirigent



Berliner Philharmoniker

Andris Nelsons Dirigent

Richard Wagner

Parsifal: Vorspiel zum 1. Akt und Karfreitagszauber aus dem 3. Akt

Anton Bruckner

Symphonie Nr. 3 d-Moll (Fassung von 1889)

Freitag, 29. April um 19.30 Uhr im
Delphi Arthaus Kino
Berliner Philharmoniker live

Eintritt: 19,00 Euro inkl. Begrüßungssekt

PROGRAMM:

Richard Wagner sei – so Andris Nelsons – sein Lieblingskomponist. »Wagners Musik geht über den Intellekt, über eine Erklärung in Worten, hinaus. Sie ist überirdisch. Wenn ich diese Musik dirigiere, fühle ich mich wie in einer vollkommenen Welt«, schwärmte der Dirigent in einem Interview. Bereits am Anfang seiner Karriere, als Chef der lettischen Nationaloper in Riga, machte Nelsons mit der musikalischen Leitung der Neuinszenierung von Wagners Ring des Nibelungen auf sich aufmerksam. 2010 debütierte er mit dem Lohengrin bei den Bayreuther Festspielen, dort ist er im Sommer 2016 auch als Dirigent für die Neuproduktion des Parsifal vorgesehen.

Einen Vorgeschmack auf dieses Ereignis geben seine Berliner Konzerte, in denen das Vorspiel zum ersten und der Karfreitagszauber aus dem dritten Aufzug der Oper erklingen. Dieses Bühnenweihfestspiel mit seiner religiösen Symbolik und expressiven Klangsprache bezeichnete Wagner als sein »Weltabschieds-Werk«. Die Thematik der Erlösung, ein Grundthema im Schaffen des Komponisten, erfährt hier eine transzendente Überhöhung: »Durch Mitleid wissend, der reine Tor« – sein Held Parsifal entsagt den sinnlichen Verführungen dieser Welt und wird dadurch zum mitfühlenden Heilsbringer. Die Uraufführung des Werks im Juli 1882 bescherte Wagner wenige Monate vor seinem Tod einen letzten großen Erfolg.

Zum Premierenpublikum gehörte auch Anton Bruckner, der Wagner grenzenlos verehrte. Für den Österreicher war dieser der »Meister aller Meister«. Mit gutem Grund. Erst nachdem Bruckner Wagners Musik kennengelernt hatte und von ihr zutiefst berührt worden war, fand er den Weg zu seinem eigenen, persönlichen Stil. Seine monumentale Dritte Symphonie, in der der Komponist Konzepte der Ersten und Zweiten miteinander verband, widmete Bruckner seinem großen Vorbild Richard Wagner, »dem unerreichbaren, weltberühmten und erhabenen Meister der Dicht- und Tonkunst, in tiefster Ehrfurcht«.