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Sonntag, 09.04.2017

Diese Woche neu im Kino

Elle

Mit Ende Siebzig ist Paul Verhoeven (BASIC INSTINCT, ROBOCOP) nach mehr als 15 Jahren zum Genrefilm zurückgekehrt - und hat für ELLE nach einer gefeierten Weltpremiere in Cannes, die vielleicht besten Kritiken seiner langen Karriere bekommen. Ausgerechnet für einen Rape-Revenge-Thriller, der provokant mit Opfer- und Täterrollen spielt, trotz des Themas erstaunlich humorvoll ist und auf jegliche Moralisierung verzichtet. 

Das verdankt Verhoeven nicht zuletzt Isabelle Huppert, die einer fast unmöglichen Rolle absolute Glaubwürdigkeit verleiht. Sie spielt die knallharte Geschäftsfrau Michèle, die gleich zu Beginn des Films von einem maskierten Mann in ihrem Haus brutal vergewaltigt wird. Doch scheint sie das nicht sonderlich aus der Bahn zu werfen: Warum geht sie nicht zur Polizei? Wer ist der Angreifer? Ist er Teil eines Spiels, einer sexuellen Fantasie? Die Antworten werden jeden Zuschauer überraschen. 

Grundlage für das Drehbuch war der preisgekrönte Roman "Oh..." von Philippe Djian. 

ab 16.02. im Delphi Arthaus Kino

tägl.: 17:40, 20:00

Fr/Sa + 22:40

So/Mi 20:00  in franz. OmU

Empörung

Marcus Messner (Logan Lerman) ist jung und fleißig: Er bekommt die Möglichkeit, an einem College zu studieren, kann sich den Sorgen seiner Eltern entziehen und muss nun vor allem nicht dem koscheren Metzgergewerbe seines Vaters nachgehen. In Winesburg, Ohio, will er unbedingt der Beste sein... Aber nicht nur verstört ihn die verführerische Olivia (Sarah Gadon) zutiefst, auch die Konfrontation mit dem erzkonservativen Dekan Caudwell (Tracy Letts), mit dem er sich höchst philosophische, aber gleichzeitig gnadenlose Rededuelle liefert, lässt ihn wider Willen zum Rebellen werden.

 

ab 16.02. im atelier am bollwerk

tägl.: 17:30, 20:20 (außer Mi)

Mi nur 20:20

So/Mi 20:20 in engl. OmU 

Was hat uns bloß so ruiniert

Drei Wiener Hipsterpärchen um die Dreißig werden Eltern. In ihrem zweiten Spielfilm erzählt Marie Kreutzer („Die Vaterlosen“) davon, wie Stella, Markus, Mignon, Luis, Ines und Chris an ihrem bisherigen, vermeintlich obercoolen Leben festhalten wollen und wie das auf ganzer Linie scheitert. Eine fröhliche, lebensnahe Großstadtkomödie mit schlagfertigen Dialogen und einem großartigen Ensemble.

ab 16.02. im atelier am bollwerk

tägl.: 18:30

Mein Leben als Zucchini

Nach seiner Weltpremiere in Cannes lief „Mein Leben als Zucchini“ auf zahlreichen Filmfestivals (etwa als Eröffnungsfilm des DOK Leipzig) und gewann etliche Filmpreise (wie den Publikumspreis in San Sebastian). Aktuell steht der 66-minütige Stop-Motion-Film als Schweizer Beitrag auf der Shortlist für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“. Gerechtfertigt ist dieser Erfolg allemal. Dem Regisseur Claude Barras und der Drehbuchautorin Céline Sciamma („Tomboy“) gelingt ein ebenso unangestrengter wie ernsthafter Animationsfilm, der aus dem Kontrast zwischen der verspielten Ästhetik und dem teils schonungslosen Inhalt einen ganz eigenen Reiz bezieht. Das von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden verliehene Prädikat „Besonders Wertvoll“ würdigt völlig nachvollziehbar einen auf originelle Weise besonderen, vielschichtigen, sehr tiefgründigen Kinderfilm.

ab 16.02. im Delphi Arthaus Kino

tägl.: 15:10 

So/Mi 15:10 in franz. OmU

Noma

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen eröffnete 2003 das „Noma“, dessen Küchenchef René Redzepi dem Restaurant mit seinen eigenwilligen Kreationen viermal zum Titel „bestes Restaurant der Welt“ verhalf, den das Restaurant Magazine vergibt. Redzepi selbst wurden bereits zwei Michelin-Sterne verliehen. Wie es um einen möglichen dritten Stern bestellt ist und wie es vor und hinter den Kulissen des „Noma“ zugeht, damit beschäftigt sich Pierre Deschamps in seinem Dokumentarfilm. Er ist mit seiner Kamera zugegen, wenn in der Küche außergewöhnliche Köstlichkeiten wie „Wilde Blaubeere und Ameisen“ und „Krosse Rentierflechte, Kräuter und Crème fraîche“ zubereitet werden, beobachtet René Redzepi und seine bunt zusammengewürfelte Küchen-Crew bei der Arbeit und rekapitulierte die Geschichte des „Noma“ mit all ihren Höhen und Tiefen.

ab 16.02. weiterhin im atelier am bollwerk

tägl.: 16:20

FROM BUSINESS TO BEING

Der Mensch steht als Arbeitskraft immer mehr unter Druck: Informationsüberfluss, der gefühlte Zwang zur ständigen Erreichbarkeit durch moderne Kommunikationsmedien und die Gleichzeitigkeit der Geschäftsprozesse durch Globalisierung bieten kaum noch Raum für das private Menschsein. Drei Führungskräfte erzählen im Dokumentarfilm „From Business To Being“ von ihren Erlebnissen in der Arbeitswelt, die sie bis an den Rand des körperlichen und seelischen Zusammenbruchs drängten – und wie sie die Notbremse zogen. Doch sind ein Ausstieg aus dem Hamsterrad des Alltags und eine Rückkehr zum Befolgen seiner eigenen Bedürfnisse möglich? Und wie lassen sich eine gesunde Selbstfürsorge und ein sinnhaftes Arbeitsleben verbinden? Meditation und Bewusstseinstraining sind nur zwei der vielen Wege, die die Filmemacher bei ihrer Suche nach der möglichst idealen Verknüpfung von „Business“ und „Being“ in Betracht ziehen.

FROM BUSINESS TO BEING

ab Do 16.02. weiterhin im atelier am bollwerk

tägl.: 15:40

Premieren / Demnächst

DELPHI EXCEPTIONALS: THE EYES OF MY MOTHER

Die neue Reihe für exklusive Ausnahmefilme:
DELPHI EXCEPTIONALS!

Fantastik. Avantgarde. Elevated Genre. Obskures.

Jeden letzten Freitag im Monat als Spätvorstellung im Delphi Arthaus Kino

Im Februar: The Eyes of My Mother von Nicolas Pesce.


Die kleine Francisca lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater auf einer Farm irgendwo im Nirgendwo, als eines nachmittags – der Vater ist gerade unterwegs – plötzlich ein Fremder vor dem Haus steht. Was an diesem Nachmittag passiert ist unfassbar grausam. Doch damit fängt alles erst an.

Jungregisseur Nicoals Pesce hat mit seinem Debütfilm eine amerikanische Schauergeschichte abgeliefert, deren düstere Schwarz-Weiß- Bilder vor morbider Schönheit fast überlaufen. Zusammen mit seinem großartigen Kameramannn Zach Kuperstein, einem kongenialen Sounddesign und seinen beeindruckenden Darstellern (allen voran Kika Magalhaes und Olivia Bond als Francisca) hat er ein dunkel funkelndes Filmjuwel geschaffen, das die alptraumhaften Bilder von Laughtons DIE NACHT DES JÄGERS mit der morbiden Poesie von Edgar Allan Poe oder William Faulkner vereint. Aber Vorsicht: Seid nicht überrascht, wenn ihr deswegen nachts mit weit aufgerissenen Augen in der Dunkelheit wach liegt, ohne etwas zu erkennen – diese Schönheit beißt!

DELPHI EXCEPTIONALS: The Eyes of My Mother (in engl. OmU) am Fr. 24.02./Sa. 25.02. jeweils um 22:30 Uhr im Delphi Arthaus Kino!

Premiere in Anwesenheit von Hauptdarsteller Josef Hader

Georg (Josef Hader), etablierter Musikkritiker im Feuilleton einer Wiener Zeitung, verlangt eine Sonderbehandlung. Schließlich ist er ein Ass auf seinem Gebiet! Doch auch Asse sind nicht unantastbar: Das lernt Georg, als ihm von seinem Chef (Jörg Hartmann) wegen Sparmaßnahmen gekündigt wird. Seiner Frau Johanna (Pia Hierzegger) erzählt der gefeuerte Redakteur nichts vom Rauswurf, aber sie ist ohnehin nur damit beschäftigt, den nächsten Eisprung abzuwarten und ihren Kinderwunsch in die Tat umzusetzen. Georg sinnt indes auf Rache an seinem Ex-Chef und findet im ehemaligen Mitschüler Erich (Georg Friedrich) einen Komplizen. Die nächtlichen Rachefeldzüge fangen mit kleinen Sachbeschädigungen an, steigern sich schnell zum ausgewachsenen Terror und gefährden bald Georgs sorgsam aufgebaute bürgerliche Existenz…

Premiere WILDE MAUS in Anwesenheit von Hauptdarsteller JOSEF HADER am Do 02.03. um 20:00 Uhr im atelier am bollwerk

Der VVK hat begonnen! Tickets gibt es hier

Rammstein: Paris

Wenn die Bühne entweder explodiert oder rot ist vor Kunstblut, wenn die Musiker sich mit grotesken Kostümen und Make-up verwandelt haben, dann fackeln Rammstein um Frontmann Till Lindemann wieder eine ihrer Shows ab. Pyrotechnik gehört unbedingt dazu: Lindemann zündet sich traditionell beim Stück „Rammstein“ selbst an und trägt bei „Engel“ Flügel, die Flammen spucken. 1994 gegründet, spielte die deutsche Rockband 2012 zwei ausverkaufte Konzerte in der Pariser Bercy-Arena. 17.000 Zuschauer kamen, aber 2017 wird das Publikum noch mal erweitert – vor der Leinwand. In „Rammstein: Paris“ will Regisseur Jonas Åkerlund die Intimität auf der Bühne, das ekstatische Gedrängel davor und die brachiale Musik einfangen. 16 Rammstein-Songs, darunter die Hits „Engel“ und „Du hast“, krachen in „Rammstein: Paris“ durchs Kino…

Sondervostellung RAMMSTEIN: PARIS am Do 23.03. un 20:30 Uhr und am Fr 24.03. um 22:30 Uhr im Delphi Arthaus Kino

Der VVK hat begonnen! Ticketpreis 15,00 Euro inkl. 0,5l Bier

Bolschoi Ballett Saison 2016/17

Das berühmteste Ballett-Ensemble der Welt präsentiert für die Kinoleinwand eine spektakuläre neue Saison 2016/2017 mit zeitlosen Klassikern wie Der Nussknacker, Dornröschen und Schwanensee. Dazu Ballette, die exemplarisch für das Bolschoi stehen, wie Das goldene Zeitalter, Der helle Bach oder Ein Held unserer Zeit, sowie einen Abend, der speziell dem zeitgenössischen Ballett gewidmet ist.

Eigens für die große Leinwand aufgenommen, gefilmt mit über zehn Kameras in HD und 5.1 sound, bieten die Bolschoi Übertragungen dem Publikum die einzigartige Möglichkeit, den Tänzern so nah wie nie zuvor zu sein. Auch erhält es durch Bonusmaterial, in Form von Interviews mit Tänzern und Choreografen sowie einer Backstageführung, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der renommiertesten Ballettkompanie der Welt.

Die Saison 2016/17 des Bolschois wird in über 1000 Kinos auf der ganzen Welt live oder fast live übertragen, auch im Delphi Arthaus Kino

Die Ballette

Sonntag, 19. März 2017 - 16.00 Uhr
A CONTEMPORARY EVENING (LIVE)

Sonntag, 9. April 2017 - 17.00 Uhr
EIN HELD UNSERER ZEIT (LIVE)  


Cine Mar - Movie Night Spring Edition

Die Cine Mar - Movie Night präsentiert:

GIVEN von Jess Bianchi (USA) 75 min.
<wbr>www.giventhemovie.com/<wbr>trailer

THE SMILING BAG von Dion Agius (AUS) 15 min.
https://vimeo.com/<wbr>195175453

WHAT IF YOU FLY von Sean Yoro (USA) 10 min.

Die „Cine Mar – Movie Nights” ziehen zum vierten Mal durch Europa. Anknüpfend an die erfolgreiche Tour in 2016 geht es in 2017 in zehn Länder mit über 50 Stops. Mit drei neuen Filmen aus der Surf- und Oceanworld im Gepäck nehmen wir Euch für einen Abend mit auf eine Reise, die uns quer über den Planeten zu abgelegenen Spots, kühlen sowie warmen Gewässern und fernen Kulturen führt.
...
Der Film „GIVEN“ dokumentiert die Reise der Familie Goodwin. Erzählt wird der 14-monatiger Trip aus der Sicht des sechsjährigen Given, Sohn des Surfer-Paares Aamion und Daize Goodwin. Dieses Storytelling ermöglicht Euch, die bereisten Ziele mit einer typisch-kindlichen Offenheit und Neugier unvoreingenommen zu erleben. Der Film vermittelt ein authentisches Bild von starken Familienzusammenhalt, dem besten Surf und großer Abenteuerlust.

In „The Smiling Bag“ nimmt Euch Don Agius mit auf einen audiovisuellen Trip, der nicht als „normaler“ Surffilm kategorisiert werden kann. Durch Spezialeffekte und experimentelle Filter ist sein Projekt positiv-ungewöhnlich und basiert auf Filmmaterial der letzten drei Jahre. Der Outcome ist eher als Kunstprojekt zu verstehen, das Euch die Surfwelt aus einer neuen, aufregenden Perspektive zeigt. Wir freuen uns, Euch auf der Spring Tour 2017 die 15-minütige Fassung des Films zu zeigen!

Der Hawaiianische Künstler Sean Yoro (a.k.a. HULA) zeigt in „What If You Fly“ seine Reise in die eiskalten Gewässer der Baffininsel und lässt euch in die Kultur der Inuit eintauchen. Der Film dokumentiert die Umsetzung einer künstlerischen Arbeit, was sich durch den Eigensinn der Natur als große Herausforderung entpuppt. Authentisch, atemberaubend und naturverbunden – ein Film, der Euch noch in den Schlaf begleiten wird!

Alle Filme werden in der englischen Originalfassung gezeigt, mit Ausnahme von Given, dieser wird mit deutschen Untertiteln präsentiert.

Cine Mar - Movie Night Spring Edition am Fr 31.03. um 20:00 Uhr im Delphi Arthaus Kino

Der VVK hat begonnen! Tickets gibts hier!