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Diese Woche neu im Kino:

YALOMS ANLEITUNG ZUM GLÜCKLICHSEIN

Irvin D. Yalom ist Psychotherapeut, emeritierter Professor und Autor sowohl einflussreicher Fachliteratur (Existenzielle Psychotherapie) als auch millionenfach verkaufter Romanbestseller (Und Nietzsche weinte). Die Schweizer Regisseurin Sabine Gisiger verknüpft in ihrem atmosphärischen Dokumentarfilm Biographisches mit Yaloms An- und Einsichten über das Wesen existentieller menschlicher Themen wie Liebe und Beziehung, die universelle Angst vor Isolation und Tod und den therapeutischen Wert der Selbsterkenntnis. 

ab 2.10. im atelier am bollwerk

tägl.: 15:45, 19:00

 

 

BORGMANN

So gut kann Böse sein: Das perfide Schauerstück geriet im Vorjahr in Cannes zum Geheimtipp des Wettbewerbs und wurde von Holland ins Oscar-Kandidaten-Rennen geschickt. Die surreale Story ist relativ schlicht, aber ziemlich heftig! Ein ungepflegter Held schleicht sich in das vornehme Haus einer Vorzeigefamilie ein. Dort übernimmt er zunehmend die Kontrolle. Schleust Komplizen ein. Und Leichen pflastern alsbald seinen Weg. Mit visuellem Einfallsreichtum und exzellenten Schauspielern dreht das sarkastische Schauerstück lässig am Spannungsrad und lässt das Publikum auf der Suspense-Streckbank zappeln. Perfekter Pärchenfilm in der Arthaus-Liga.


ab 2.10. im Delphi Arthaus Kino

tägl.: 20:20 (nicht Mi)

Mi nur 21:15

LAND DER WUNDER

Bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes zählte Alice Rohrwachers im ländlichen Umbrien angesiedelte Familiengeschichte „Land der Wunder“ zu den großen Gewinnern. Rohrwacher widmet sich darin erneut der Adoleszenz-Thematik und einem vielleicht etwas naiven, jugendlichen Freiheitsdrang. Ihre mitunter märchenhafte Coming-of-Age-Studie bietet eine großartige junge Hauptdarstellerin (Maria Alexandra Lungu), viel Interpretationsspielraum und Italiens Kinostar Monica Belluci in einer schrägen Nebenrolle. Dafür gab es den „Großen Preis der Jury“.

ab 2.10. im atelier am bollwerk

tägl.: 20:00 (nicht Do/Di)

Do/Di nur 16:40

So + 14:20

 

 

PLANET DEUTSCHLAND - 300 MIO. JAHRE

Dieser Film ist eine ebenso abenteuerliche wie atemraubende Reise durch das Deutschland von heute, gestern und vorgestern.

Mit ihr wird die dramatische Ursprungsgeschichte dieses Landes vom Karbon bis in unsere Tage erzählt. Sie führt von den höchsten Alpengipfeln bis zu den rauen Nordseeküsten – von den Kratern der Eifel bis in das Flusslabyrinth des Spreewaldes. Damals – vor rund 300 Millionen Jahren – schwirrten beispielsweise riesige Libellen durch Dutzende von meterhohen Farnwäldern. Im Laufe der Erdgeschichte begegnen wir aber auch sterbenden Dinosauriern, treffen am Rhein auf Nashörner und Elefanten und stoßen in Heidelberg auf den wohl ersten Menschen. Später dann tauchen die Neandertaler auf und verschwinden plötzlich wieder – aus heute noch nicht geklärter Ursache. Und schließlich macht sich nach und nach der moderne Mensch breit und beginnt seine Umwelt zu gestalten.

ab 2.10. im Delphi Arthaus Kino

tägl.: 18:40

Sa/So + 14:15

IM KRIEG - DER 1. WELTKRIEG IN 3D

Der 100. „Geburtstag“ vom Beginn des Ersten Weltkrieges und der ihm folgenden Jahre hat medienübergreifend eine Flut von historischen wie auch persönlichen Rückbetrachtungen ausgelöst. Nikolai Vialkowitschs Dokumentarfilm greift die Thematik mit einem Ansatz auf, die einzig die Kinotechnik bewältigen kann. Er nutzt stereoskopische Bilddokumente der damaligen Zeit, lässt sie aufwändig restaurieren, und kombiniert sie mit Zitaten aus Tagebüchern und Briefen. Heraus kommt ein essayistischer Film, der mit seinen Fragmenten ein Gefühl von der Stimmung der damaligen Zeit vermittelt und auf der Bildebene das übliche heroische Kriegs- und Schlachtengetümmel in den Hintergrund rückt.

ab 2.10. im Delphi Arthaus Kino

Do/Sa/Mo/Mi 16:20

SHIRLEY - VISIONEN DER REALITÄT

Kaum zu kategorisieren ist „Shirley – Visionen der Realität“, in dem der österreichische Künstler und Filmemacher Gustav Deutsch 13 Gemälde von Edward Hopper ganz erstaunlich echt zum Leben erweckt. Eine lose, bisweilen forciert wirkende Geschichte verknüpft die 13 Bilder, die den Lauf der amerikanischen Geschichte von den 30ern bis in die 60er Jahre nachzeichnen und dabei auch über Fragen der Darstellung und Wahrnehmung reflektieren. Ein bemerkenswerter Film.

ab 2.10. im Delphi Arthaus Kino

Fr/So/Di 16:20

Premiere / Demnächst bei uns:

Matinée: DER ANSTÄNDIGE

Purer Sarkasmus ist schon der Titel von Vanessa Lapas Film „Der Anständige“, der einen Mann beschreibt, der alles andere als das war: Heinrich Himmler, Reichsführer der SS und einer der entscheidenden Architekten der so genannten „Endlösung“. Aus erst vor acht Jahren aufgetauchten Originaldokumenten und einer Kollage aus Dokumentarmaterial formt die Regisseurin einen eindrücklichen Film, der einmal mehr die viel beschworene „Banalität des Bösen“ beschreibt.


Matinée DER ANSTÄNDIGE:

So 5.10. um 13:40 Uhr im atelier am bollwerk

Jour Fixe du cinéma francais: DEUX JOURS, UNE NUIT

Auf zwei Palmen haben es die Gebrüder Dardenne bereits gebracht. Mit ihrem jüngsten Streich hätte den Belgiern der Hattrick von Cannes gelingen können – doch ihr Drama über Solidarität ging bei der Jury überraschend leer. Vom Publikum indes gab es großen Applaus für diese beglückende Lehrstück über den aufrechten Gang: Der Arbeiterin Sandra droht die Entlassung,  es sei denn, sie überzeugt die Kollegen, auf ihren Bonus zu verzichten. Sein oder Haben? Das ist hier die Frage! Souverän, schnörkellos und spannend wie üblich erzählen die Regie-Brüder ihre Geschichte. Mit Marion Cotillard haben diesmal sie eine oscarreife Darstellerin. Makelloses Kino mit humanistischem Mehrwert – ohne moralischen Zeigefinger! Einer der ganz wichtigen Filme in diesem Jahr.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Francais zeigen wir am Mittwoch, 01. Oktober um 19:30,  im Delphi Arthaus Kino den Film DEUX JOURS, UNE NUIT (Filmstart 30.10.) in franz. Original mit dt. Untertiteln

Premiere: JACK

Ein Junge und seine bedingungslose Liebe zu seiner Mutter. Das ist das Konzentrat dieser Geschichte. Aber diese Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, denn Jacks Mutter ist fast nie für ihn da. Ein Sozialdrama, dass der schmutzigen Realität direkt ins Gesicht sieht – Edward Bergers steht in der Tradition von Ken Loach. JACK ist ein Film über die Reise eines Jungen, der früh gelernt hat Verantwortung zu übernehmen. Am Ende überrascht er uns mit einer Entscheidung, die uns mit ihrem Mut den Spiegel vorhält. Das Projekt entstand mit minimalem Budget, kleinem Team und sehr viel Eigeninitiative. Zur Belohnung wurde der Film 2014 in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen.

Premiere JACK in Anwesenheit von Regisseur Edward Berger am Sa 4.10. um 17.45 Uhr im Delphi Arthaus Kino

 

 

MAtinee: MIETREBELLEN

BERLIN

In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum. 

Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

Matinée: MIETREBELLEN in Zusammenarbeit mit der LIGA DER FREIEN WOHLFAHRTSPFLEGE und den ANSTIFTERN am So 12.10. um 12.00 Uhr im atelier am bollwerk

Premiere: DIE REISE DES AKKORDEONS

Dokumentation über drei kolumbianische Musiker, die vor Jahren am größten Akkordeon-Wettbewerb Kolumbiens in Valledupar teilgenommen haben, diesen jedoch nicht gewinnen konnten. Der kolumbianische Akkordeonist Manuel Vega hat sogar ganze 16 Mal teilgenommen und fast immer das Finale erreicht. Auf dem Festival wird der "Vallenato" gespielt, eine an der Atlantikküste Kolumbiens heimische Musikform, die nach alter Tradition von einen Ensemble aus Akkordeon, Caja-Trommel und Güira gespielt wird. Eines Tages erhalten die Musiker einen Brief aus Deutschland, mit der Einladung nach Trossingen zur weltbekannten Musikschule sowie dem Hohne-Akkordeon-Orchester. Die Reise zur Geburtsstätte des Akkordeons ist für die drei kolumbianischen Musiker Manuel, Dionisio und Jairo das erste Mal, dass sie ein anderes Land zu Gesicht bekommen sowie eine andere (Musik-)Kultur erleben. Sie treten die Reise mit dem Ziel an, danach erneut an dem Wettbewerb in Valledupar teilzunehmen und diesen dann auch endlich zu gewinnen.

Premiere DIE REISE DES AKKORDEONS in Zusammenarbeit mit dem kolumbianischen Konsulat und in Anwesenheit von Regisseur Rey Sagbini am Mi 8.10. um 19.30 Uhr im Delphi Arthaus Kino

Premiere: HIRNGESPINSTER

Zu den wohl am besten gehüteten Familiengeheimnissen gehört, wenn ein Mitglied an einer psychischen Erkrankung leidet. Denn, so sagt Regie-Debütant Christian Bach, Krankheiten der Seele lösen ein tiefes Unbehagen aus. In „Hirngespinster“ spielt Tobias Moretti einen an Schizophrenie leidenden Familenvater, Newcomer Jonas Nay seinen Sohn, der sich nicht lösen kann von seiner dysfunktionalen Familie. Beide Darsteller wurden 2013 für ihre Leistungen mit einem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

Premiere HIRNGESPINSTER in Anwesenheit von Darstellerin Hanna Plaß und Regisseur Christian Bach am Di 14.10. um 19:30 Uhr im Delphi Arthaus Kino